Poesie: Wo sich berühren Raum und Zeit

Wo sich berühren Raum und Zeit,
Am Kreuzpunkt der Unendlichkeit,
Ein Pünktchen im Vorüberschweben –
Das ist der Stern, auf dem wir leben.
Wo kam das her, wohin wird es wohl gehn?
Was hier verlischt, wo mag das auferstehn?
– Ein Mann, ein Fels, ein Käfer, eine Lilie
Sind Kinder einer einzigen Familie.
Das All ist eins. Was „gestern“ heißt und „morgen“,
Ist nur das Heute, unserm Blick verborgen.
Ein Korn im Stundenglase der Äonen
Ist diese Gegenwart, die wir bewohnen.
Dein Weltbild, Zwerg, wie du auch sinnst,
Bleibt ein Phantom, ein Hirngespinst.
Dein Ich – das Glas, darin sich Schatten spiegeln,
Das „Ding an sich“ – ein Buch mit sieben Siegeln.
Wo sich berühren Raum und Zeit,
Am Kreuzpunkt der Unendlichkeit –
Wie Windeswehen in gemalten Bäumen
Umrauscht uns diese Welt, die wir nur träumen.





💕 Danke für die wundervollen Worte von Masha Kaléko….. 💞
Herzlich beschwingten Dank für diese wunderbaren Worte in den Tag…
💛🦋 🌟
…..das sage ich auch: „Danke“
Danke, danke für dieses Gedicht.
Wir haben es als Lied – vertont von unserem Chorleiter Christian Nagel – gesungen.
Es ist so stimmig in dieser Unruhezeit. Für mich relativiert es das eigene Kleine in dem Großen. Eingebunden und Teil vom Großen.