Giannina Wedde: Sei Mut und Neubeginn

Lesezeit 1 Minute –

„Nirgends wäre ich lieber als hier, niemals wäre ich lieber als jetzt, niemand wäre ich lieber als ich“ Wie oft können wir diese Dankbarkeit aus vollem Herzen spüren? Gerade in diesen Zeiten der Krisen, Verrücktheiten und Auseinanderdriftens.

„Was braucht unsere verwundete Welt? Was kann das unterbrechen?“, fragt die Autorin Giannina Wedde in ihrem Vortrag und führt uns an das Prinzip der Prozesstheologie (nach der amerikanischen Theologin Catherine Keller) heran.

Mit eindrucksvoller Sprache macht Giannina Mut zur Krise, denn: „Krise ist ein Werderaum“. Sowohl die Bibel als auch die Menschheitsgeschichte seien voller Beispiele, welches Potenzial im Schmerz und im Dunklen, im Chaos liegen – sei es die biblische Geschichte der Genesis (mit ihren Grundzutaten Dunkelheit, Tiefe, Chaos und Leere) oder auch das archaische Bild der Geburt, dem schmerzhaften Beginn allen Lebens.

Giannina Wedde tröstet und sie macht Mut: Mut zur Sehnsucht (als Schöpfungskraft), Mut zum Nicht-Wissen („Ins Leere fallen, ohne zu wissen, wohin die Reise geht“), zur Andacht (Sitzen mit dem, was ist, auch wenn das, was ist, schmerzlich ist“, zur Ent-Täuschung („Wir vermuten Gott immer da, wo es schön ist oder wo es schön wird! Das ist ein Missverständnis!“) und zum „Wunder des Beginnenden“.

Giannina Wedde studierte Germanistik, Philosophie, Publizistik und Theaterwissenschaft, sie ist Autorin und Musikerin, als spirituelle Wegbegleiterin unterstützt sie Menschen im Einzelcoaching, gibt Seminare und Workshops; www.klanggebet.de

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Gastbeitrag
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