Unsere Mitte

Am Dienstagabend dieser Woche ist es gestartet: rund 70 Frauen – und zwei Männer – haben sich zusammen gefunden, um bis zu den Sommerferien ihrer Mitte ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, konkret: ihrem Bauch. Warum? Unser Bauch ist mehr als nur der geographische Mittelpunkt unserer Körper, wie wir ihn schon im berühmten Bild von Leonardo da Vinci entdecken können. Unsere Mitte ist der zentrale Sitz unserer Lebensenergie, der zentrale Ort für die Verarbeitung unserer Eindrücke aus der Welt. Unsere Mitte ist unser Wärmezentrum und auch der Sitz unserer Intuition.
Nur – lieben wir unsere Mitte noch? Spüren wir sie überhaupt? Sind wir damit verbunden und leben wir aus ihrer Kraft? Oder verstecken wir sie, weil sie gefühlt nicht die Wunschform hat, die wir selbst oder vermeintlich die Welt von uns erwartet. Fast alle Menschen in meiner Praxis, vor allem Frauen von 45+ haben ein Thema damit. Sie starten irgendwann damit, sich so zu kleiden, dass man möglichst den Bauch nicht sieht. Sie fühlen sich von ihrer Form nicht mehr repräsentiert – und dem gegenüber gleichzeitig wie machtlos. Alles wurde versucht – nichts hat sich geändert.
Anhand von Gesprächen mit Klientinnen wurde mir letzte Woche plötzlich sonnenklar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wie kann es sein, dass wunderschöne, souveräne, selbständige Frauen, die in jeder Hinsicht mit beiden Beinen im Leben stehen, mit ihrer Mitte „auf Kriegsfuß“ sind und sie verstecken: möglichst nicht rein atmen, möglichst weite Jacken darüber hängen. Das ist nicht Eitelkeit, sondern das ist die Sprache ihres Körpers, die mitteilt, dass etwas aus der Form, aus der Ordnung gefallen ist. Hier geht es nicht um Optik, sondern viel mehr um Stimmigkeit – und auch um gesunde Entwicklung. Denn was ist die Botschaft hinter diesem Unwohlsein?
Schauen wir mal in die Tierwelt – die wilden Tiere kennen das Phänomen nicht. Ganz gleich, ob sie klein oder groß, dynamisch oder stark sind: von der Gazelle bis zum Löwen, vom Hirsch zum Otter – ihr Körper repräsentiert ihr Wesen: leicht und dynamisch oder kraftvoll und kompakt. Souverän und groß oder verspielt und klein. Da ist nichts zu viel und nichts zu wenig.
Nur bei uns Menschen gibt es das „aus der Form fallen“. Warum passiert uns das? Ganz einfach: weil wir nicht „artgerecht“ leben, weil wir uns so oft mental überfordern und gleichzeitig körperlich unterfordern.
Bauchfett ist eben kein Thema von einfach zu viel gegessen haben. Es ist die komplexeste Ausdrucksform davon, dass wir nicht leben, wer wir sind. Dass wir unsere ureigensten Bedürfnisse aus den Augen verloren haben und dann einfach nur „abnehmen“ wollen. Als wenn es darum ginge!
Doch worum geht es dann?
Es mag darum gehen, mit unserer Mitte wieder in Kontakt zu kommen. Ihr ihre natürliche und vitale Form wiederzugeben und sie wieder als geschätztes Zentrum unserer Kraft zu begreifen – und zu fühlen. Und dazu darf sich auch die Form verwandeln. Sie darf zur natürlichen Ordnung zurückfinden. Das ist keine Frage von Gewicht. Es betrifft Runde und Schlanke gleichermaßen.
DESHALB habe ich spontan die Bauchfett-weg-Wochen ins Leben gerufen – einen gemeinsamen Weg zurück zu unserer schlanken Mitte. Jeden Dienstag fünf Wochen lang trifft sich ab jetzt via zoom von 17.30-19.00 Uhr diese Gruppe von Menschen, die neugierig sind auf ein neues Selbst. Und der Auftakt am ersten Dienstag hat gezeigt: ja, da gibt es etwas zu entdecken. Gemeinsam entdecken wir das Wissen und entwickeln die Kraft, unsere Mitte wieder in Besitz zu nehmen: als natürlichen Ausdruck unserer Persönlichkeit, als geschätztes Zentrum unserer Kraft und als selbstverständlichen Teil unserer weiblichen Würde und Schönheit.
Alle Abende werden aufgezeichnet und stehen noch bis zum Ende der Sommerferien auch zum Nachhören bereit. Wer jetzt noch einsteigen und live mitmachen will auf diesem Weg, findet den Zutritt über diesen Link:
https://myablefy.com/s/esskulturpur/Bauchfett-weg-Wochen/payment




