Sternennews: Arbeitswoche mit Herz

Lesezeit 4 Minuten –

Diesmal steht Arbeit auf dem Plan, auch wenn wir uns vielleicht zunächst dagegen sträuben. Denn eigentlich sind wir noch in der Krebszeit, die den Blick nach innen wendet, auf Fürsorge für uns und andere, verbunden mit dem Bedürfnis, die Seele baumeln zu lassen. Aber auch hier gibt es eine Lösung.

Anpacken, was sich gut anfühlt

Gleich am Montag steht die Krebs-Sonne im Quadrat zu einem Saturn im Widder. Nein, Krebse sind nicht faul, aber wenn sie arbeiten (müssen), dann nur mit etwas, womit sie sich seelisch identifizieren. Ganz anders Saturn im Widder: Der will einfach machen, ohne langes Abwägen, ohne Nachfragen nach der emotionalen Befindlichkeit. Leistung vor Wohlfühlen lautet sein Motto. Diese beiden wirken nun fast die ganze Woche über, und das ist so, als würden wir gerade abschalten wollen, und da kommt dann noch ein Kollege um die Ecke und drängt uns, die Präsentation für morgen unbedingt noch fertigzumachen.

Die Lösung liegt nicht darin, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, sondern beides miteinander zu verbinden. Suchen wir uns diese Woche die Aufgaben heraus, die sich stimmig anfühlen, und erledigen wir die dann zügig und ohne Umschweife. Und wenn wir ein innerliches Nein fühlen, dann sagen wir es! Sonne-Saturn rotiert gerne im Opfer-Modus, im „immer muss ich alles machen“. Definieren wir, was für uns gerade stimmig ist, übernehmen wir den Teil einer Aufgabe, der uns am Herzen liegt, und sagen wir nein zum Rest.

Aufräumen mit Herz

Am Donnerstag wechselt die Venus in die Jungfrau und trifft dabei exakt auf den absteigenden Mondknoten.

Venus in der Jungfrau interessiert sich für kleine Zeichen der Zuneigung: Jemand, der uns hilft, für uns da ist, sich ein wenig kümmert, erreicht uns mehr als jemand mit einem dicken Blumenstrauß. Wenn also jemand in diesen Tagen unsere Hilfe braucht, dann sind wir einfach da. Aber beobachten wir, was wirklich gebraucht wird, denn jetzt sind wir auch sensibler gegenüber Übergriffen und aufdringlichem Verhalten.

Trifft diese bodenständige Venus nun auf den absteigenden Mondknoten, geht es zusätzlich ums Loslassen – von Beziehungsmustern und Werten, die wir mit uns herumtragen, obwohl sie längst nicht mehr passen. Vielleicht ist das die Freundschaft, die nur noch aus Gewohnheit besteht. Vielleicht die Überzeugung, dass wir uns Zuneigung erst verdienen müssen, indem wir ständig nützlich sind (die negative Seite einer Venus in Jungfrau). Der absteigende Knoten markiert das, was wir gut kennen und worin wir womöglich zu bequem geworden sind. Venus fragt ab diesem Donnerstag bis zum 6. August ganz direkt: Bringt uns das Verhalten wirklich das, was wir uns wünschen? Ist es immer noch gut, mit diesem Menschen zusammen zu sein – oder halten wir nur fest, weil Loslassen ungewohnt wäre?

Hier passt vielleicht ein Bild aus dem Alltag: Der Blick in den Kleiderschrank sagt längst, dass da mindestens die Hälfte raus muss. Ja … aber, sagt der Kopf. Aber seien wir doch mal ehrlich: Manche Teile haben wir nie getragen, andere passen nicht mehr zu uns – aber wir heben sie trotzdem auf, weil sie uns mal wichtig waren. Oder teuer. Oder ein Geschenk. Diese Woche lädt dazu ein, genau hinzuschauen: Welche Beziehung, welche Gewohnheit, welcher Anspruch an uns selbst gehört längst beendet? Was passt einfach nicht mehr, wenn wir ehrlich sind?

Das heißt nicht, dass jetzt eine Zeit großer Abschiedsdramen beginnt. Die Jungfrau-Venus ist nüchtern und pragmatisch, sie geht die Dinge lieber sachlich als mit großem Gefühlsaufwand an. Vielleicht unterlassen wir einfach einen Anruf, von dem wir spüren, dass er nicht mehr sein muss. Wir hängen eine Hoffnung, eine Erwartung an den Nagel. Wir unterlassen es, sofort einem Menschen gegenüber in einen Helfer-Reflex zu verfallen. Und für alle, die diese Konstellation mehr für den Alltag nutzen möchten: Unser Badezimmer, unser Kleiderschrank, unsere Schmuck-Schatulle freuen sich ebenfalls über eine gründliche Aufräumaktion.

Und wenn wir Saturns Tatendrang vom Wochenbeginn mit Venus‘ Aufräumimpuls vom Donnerstag zusammendenken, ergibt sich ein stimmiges Bild für die ganze Woche: Es ist Zeit, das anzupacken, was wirklich zählt, das sein zu lassen, was sich nicht gut anfühlt, und das loszulassen, was nur noch Ballast ist.

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Sylvia Grotsch
Sylvia Grotsch

Sylvia Grotsch ist Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach seit 1984. Drei- bis fünfmal die Woche finden Sie Nachrichten von ihr auf ihrer Facebook-Seite. Mehr über ihre Beratungen und Kurse stehen auf ihrer Webseite mit Blog www.astromind.de. Oder abonnieren Sie ihren Newsletter.

6 Kommentare

  1. Als mir Sylvia am Samstag den Text schickte, hatte ich mein Büro aufgeräumt – ich war also perfekt meiner Zeit voraus 🙂 Heute geht es weiter mit der Steuer. Danke für die immer wieder so guten Impulse.

  2. Liebe Sylvia (Namensschwester) Soo passend! Ich bin zwar schon länger schubweise am Aufräumen…gestern ein weiteres Bündel alter Briefe durchgesehen (von meinen 20er Jahren!) , die schon sehr lange bei mir auf dem Dachboden in einer Kiste lagen, und dann entsorgt. Ein wahrer Schatz an Entdeckungen meines „früheren Ichs“, Erkenntnis über meine „Weiterentwicklung“, wie ich mich im Laufe der Zeit verändert habe, viele Lacher dabei, auch ein bisschen Wehmut…und nun sozusagen der Befreiuungsakt…Endgültig Loslassen, Abschliessen, und dies mit Entschlossenheit und Leichtigkeit! Passt also wunderbar in die von Dir so treffend beschriebene Zeitqualität! Ich bin übrigens eine Jungfrau-Geborene und mittlerweile im 76. Lebensjahr…Liebe Grüsse

    • Ja, das hört sich richtig befreiend an! Gerade wenn wir ein bisschen älter werden, müssen wir uns wirklich nicht mit irgendeinem Ballast mehr rumschlagen.
      Herzlich,
      Sylvia Grotsch

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