Das dritte Chakra – Die eigene Wertschätzung

3chakraTeil 3 der 7-teiligen Reihe von Vera Bartholomay über die Chakren. Dieser Energiepunkt befindet sich im Solarplexus, direkt unter dem Rippenbogen. Was bin ich wert?
Hier geht es um eine gesunde Selbstachtung und die Wertschätzung der eigenen Person.
Wir kennen alle die großen Selbstzweifel, die immer wieder persönliche Krisen auslösen und uns daran hindern, mutige Schritte im Leben zu machen. Irgendwo tief in uns ist immer wieder eine Stimme, die uns zuflüstert: „Du bist nicht gut genug, schön genug, klug genug, schlank genug, fähig genug, fleißig genug, sportlich genug….“ Und wir schenken dieser Stimme immer wieder Glauben.

Wer kennt nicht die Situation, wenn wir uns von einer abfälligen Bemerkung über das eigene Aussehen und die eigenen Fähigkeiten den Tag ruinieren lassen. Wie es ist, wenn wir heftig kritisiert oder angegriffen werden, womöglich sogar öffentlich. Immer wird dabei der eigene Wert in Frage gestellt.

Im dritten Chakra geht es darum, ein stabileres Selbstbewusstsein aufzubauen, damit es leichter wird, all das umzusetzen, was für einen selbst wirklich wichtig ist. Hier entwickeln wir eine eigene Identität, die sich nicht länger (nur) auf die Meinung der Familie oder der Gemeinschaft (1. Chakra) oder auf die Abgrenzung zu unseren Beziehungspartnern (2. Chakra) bezieht. Hier geht es vielmehr darum, wie wir selbst mit uns umgehen, was wir selbst von uns halten, nicht wie andere uns behandeln. Wenn wir selbst klar zu uns und zu unseren Werten stehen, lassen wir uns nicht so schnell von anderen Personen vom eigenen Weg abbringen.
Wenn wir zu wenig Selbstbewusstsein haben oder tiefe Demütigungen noch nicht verarbeitet haben, kann es auch dazu beitragen, dass Heilungsprozesse zu langsam verlaufen.

Ein gutes Selbstbewusstsein hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern bedeutet z.B. auch den Mut, sich wirklich so zu sehen, wie man ist, im Guten wie im Schlechten. Sich selbst wirklich richtig einschätzen lernen, damit man weder zu viel noch zu wenig von sich hält. Wer eine tiefe innere Unsicherheit spürt, hat oft die Neigung, in die Arroganz zu gehen, damit niemand die Unsicherheit merkt – oft auch, um sie selbst nicht spüren zu müssen. Wer wirklich „sich-selbst-bewusst“ ist, muss nicht besser sein als andere und hat kein Bedürfnis, in die Selbstdarstellung zu gehen.

Lebe ich das, was ich wirklich bin?

Ein Thema ist auch, ob es Bereiche der eigenen Persönlichkeit gibt, die noch nicht oder nicht richtig ausgelebt werden durften. Oft sind Teile unserer tieferen Persönlichkeit „wegerzogen“ worden oder wurden durch Frustrationen, Misserfolge oder Angst ad acta gelegt. Aber irgendwo im Tiefen arbeitet die alte Sehnsucht danach, anders zu sein oder anders zu leben. Wenn der „weggeschobene“ Teil bedeutend ist, kann dies sogar zu Krankheit und Erschöpfung beitragen. Viele Depressionen haben auch hier ihren Ursprung. Hier können wir gelegentlich auch nach möglichen Gründen suchen, wenn Heilungsprozesse im besonderen Maße erschwert werden. Dann gilt es, die verborgenen Persönlichkeitsteile zu suchen und die alte, tiefe Sehnsucht nach einem etwas anderen Leben wieder zu wecken und sich alles genauer anzuschauen.
Dafür muss man nicht gleich das alte, vertraute Leben verlassen, sich von Familie und Freunde trennen, die Arbeitsstelle kündigen oder das Land verlassen. Die noch nicht ausgelebten Persönlichkeitsteile lassen sich meist gut im bisherigen Alltag integrieren – wenn man sie nur kennt und sich traut, sie ans Licht kommen zu lassen.

Bin ich das, was ich besitze?

Unser Konsumverhalten hat viel mit dem 3. Chakra zu tun. Brauche ich bestimmte Gegenstände für mein Selbstbewusstsein? Spielt es eine Rolle für meinen Selbstwert, welche Kleidermarken ich trage oder wie schick meine Wohnungseinrichtung ist? Welches Auto ich fahre oder wohin ich in Urlaub fahre?
Es gibt Menschen, die auch nicht im Notfall in alten oder schmutzigen Kleidern durch die Stadt gehen würden oder die nie ungeschminkt das Haus verlassen. Oder die das Wochenend-Shopping-Erlebnis zelebrieren. Menschen, die extrem sparsam leben, um sich vom eingesparten Geld ein teures Auto leisten zu können. Menschen, die stundenlang von ihren neuesten Anschaffungen reden können.

Bauchgefühl

Im dritten Chakra sitzt auch unser Bauchgefühl, das uns mitteilt, was für UNS stimmt und was nicht. Nicht zu verwechseln mit den eher intuitiv-visionären Wahrnehmungen im sechsten Chakra. Beim Bauchgefühl geht es darum, die psychischen Wahrnehmungen zu nutzen, um eine gute und sinnvolle Entscheidung für den Augenblick zu treffen und dieser dann auch zu vertrauen.

Cover-Heilsame-Berührung_hoReflektionen zum 3. Chakra:

Bin ich mir meiner persönlichen Stärke und meines eigenen Wertes bewusst?
Was bringt mein Selbstbewusstsein ins Wanken?
Brauche ich eine bestimmte Geldsumme, besondere Gegenstände oder Statussymbole, um meinen “Wert“ zu spüren oder zu zeigen?
Warum habe ich in letzter Zeit neue Gegenstände gekauft? Weil sie benötigt wurden oder weil sie etwas mit mir gemacht haben?
Wann habe ich andere tief verletzt oder klein gemacht? Was wollte ich erreichen? Welche Gefühle steckten dahinter?
Was würde ich tun, wenn ich ganz viel Mut hätte? Welche Projekte, Träume würde ich umsetzen?

Auszug aus dem Buch „Heilsame Berührung – Therapeutic Touch. Beschwerden lindern – Heilkräfte aktivieren – Lebensenergie stärken“ von Vera Bartholomay.

Zur Person: Vera Bartholomay ist Therapeutin und Lehrerin für Therapeutic Touch. Ihre Praxis befindet sich in Saarbrücken und sie unterrichtet TT seit vielen Jahren in Deutschland, Norwegen und in der Schweiz. Website hier

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