Das feine Gewebe hinter den Dingen

Foto: Evelin Rosenfeld

Die Spirits in der Therapie von Evelin Rosenfeld. Die Psychosomatik ist mittlerweile zwar ein etablierter Bestandteil des Medizinstudiums – doch nach wie vor führt sie ein Schattendasein in der medizinischen Alltagsroutine. Spätestens seit Rüdiger Dahlke (u.a. „Krankheit als Weg“) erinnern sich viele wieder daran, daß das körperliche und das seelische Gleichgewicht zusammenhängen, daß ein Mensch sich auf psychischer Ebene unwohl fühlt, lange bevor der Körper eine Krankheit ausbildet, aber auch, daß die „innere Haltung“, die feinstoffliche Ebene, einen erheblichen Einfluß auf die Genesung hat.

Zugleich ist unserem Kulturschatz das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen noch nicht ganz verloren gegangen: Rund um den Globus und über alle Zeiten haben Menschen Schutz, Stärkung und Heilung bei bestimmten Pflanzen gesucht – und sie tun das auch heute noch, obwohl längst „schlagkräftige Einzelsubstanzen“ zur Bekämpfung mehr oder weniger bedrohlicher Erkrankungen aus den Laboren strömen und „die Macht zu heilen“ für sich alleine beanspruchen.

Pflanzen wirken nicht so punktuell und ad hoc wie die modernen Medikamente. Schon allein aufgrund der Physiologie – also der körperlich-stofflichen Erschließung der ganzen Pflanze durch den ganzen Körper – geschieht bei der Phytotherapie etwas anderes, als wenn ich eine einzelne, synthetisch isolierte Substanz einnehme, die einen einzelnen, ganz bestimmten Effekt auf ganz bestimmte körperliche Vorgänge – etwa die Hemmung bestimmter Proteine – hat.

Die von den Naturwissenschaften bis heute nicht erschlossene „vis vitalis“ (latein.: Lebenskraft, Lebensfunke), die einer vollständigen Pflanze ebenso innewohnt wie einem lebenden, menschlichen Organismus, mag bei den durch Pflanzen hervorgerufenen Vorgängen eine Rolle spielen – ebenso wie die Resonanz zwischen zwei lebendigen Organismen. Doch anders, als ein Körper, den wir aufschneiden und analysieren können, entziehen sich das Feinstoffliche, die vis vitalis, das Phänomen der Resonanz, der Kategorisierung, wie wir sie bei der modernen Medizin gewohnt sind.

Mir erscheint es zu kurz gegriffen zu behaupten: Kamille hilft bei unreiner Haut oder Ysop vertreibt Depressionen. Es wirkt so unendlich viel – zusammen: Die Verfaßtheit des Menschen, seine Aufnahmebereitschaft, der Ort, an dem dies alles stattfindet, die Pflanzen, die ihm dort begegnen, deren Geschichte (und enthaltenen Informationen) – die eigene Geschichte, die aufgenommene Nahrung an diesem Tag, die resultierenden Gedanken und Gefühle … alles miteinander verwoben, alles pulsierend, alles wechselseitig aufeinander wirkend.

Und doch wirken Pflanzen in einer bestimmten, erfahrbaren Weise auf uns.

Sonnenhut Foto: Evelin Rosenfeld

Es ist der menschlichen Ratio versagt, all diese Zusammenhänge zu rational erfassen oder gar im Sinne einer „gesicherten Therapie“ zu kontrollieren. Deswegen gibt es ja auch in der Schulmedizin das weite Feld der Nebenwirkungen und die nach wie vor nicht gegebene Erfolgssicherheit.

Wer die Pflanzenmedizin nutzen will, für sich und für andere, muß sich in die Unmittelbarkeit wagen, in das Lauschen, in die Einzigartigkeit der Frage, die gelöst werden soll.

Gemeinsam lauschen und austauschen

Je älter ich werde, desto mehr kann ich die Sehnsucht nach festen Gesetzmäßigkeiten und Regeln loslassen und erlaube mir, intuitiv an die Pflanzenkraft heranzutreten.

Freilich habe ich viel „Wissen“ über die körperliche und feinstoffliche Wirkung der Pflanzen im Gepäck und wahrscheinlich beziehe ich dieses Wissen oft unbewußt in meinen „Blick“ ein, wenn ich einen Menschen ansehe und auf die Resonanz einer bestimmten Pflanze „warte“.

Ein ganz zentrales Element bei der „Überbrückung“ zwischen Intuition und systematischer Einschätzung eines menschlichen Zustandes sind für mich seit fast 30 Jahren die Fünf Elemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit diesem Prinzip werden Ungleichgewichte im menschlichen System – körperlich wie seelisch – ganzheitlich erkannt und einem Umgang zugeführt, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern das Gesamtsystem in Balance bringt.

Es gibt mittlerweile viele „Fans“ von Wild Natural Spirit, die sich Pflanze für Pflanze einfinden, einfühlen und ihre Erfahrungen machen – und uns daran teilhaben lassen. Die einen am „Selbstexperiment“, die anderen mit so spannenden Modellen wie der „Blume des Lebens“ oder im Wechselspiel mit dem homöopathischen Wissen.

Ich habe große Lust, diese verschiedenen, intuitiven Herangehensweisen einmal zusammenzuholen, Erfahrungen und Berichte auszutauschen – und vielleicht gelingt das ja, ohne es gleich wieder zu systematisieren.

Eine gute Gelegenheit ergäbe sich im Rahmen der Wochenendseminare zu den Fünf Wandlungsphasen im Juli. Wenn sich hier genügend Menschen fänden, die bereits eigene Erfahrungen mit unseren Heilpflanzen oder sogar Spirits gemacht haben, wäre das wundervoll !!

Solltest Du Interesse haben, setze Dich gerne mit mir in Verbindung.

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Evelin Rosenfeld

Evelin Rosenfeld baut in Oberfranken Heilkräuter an: Gänzlich ohne maschinen, biozertifiziert und in Permakultur. Unter dem Label „Wild Natural Spirit“ bietet sie die kostbaren Produkte, die sie selbst und vor Ort aus ihren Heilpflanzen herstellt an: Reindestillate aus Heilkräutern, zusatzfreie Naturkosmetik, Kräutertee und Kräutertabak. https://wild-natural-spirit.org

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3 Kommentare zu “Das feine Gewebe hinter den Dingen
  1. In Kontakt zu kommen mit den Pflanzendevas/ Spirits, berührt in mir eine ganz alte Verbindung und Sehnsucht! Was ich besonders beochtet habe, ist ein feine, langsam immer stärker werdende innere Berührung meiner Seele! So als würde die Spirits rufen „Komm näher geliebte Seele, komm näher“!
    Da ich mich gerade mit der heiligen Geometrie, insbesondere mit der „Frucht des Lebens“ beschäftige, kam ich auf die Idee, die verschiedenen Pflanzenwesen in die `Frucht` zu stellen. Es ist beeindruckend und zugleich sehr inspirirend, wie die Kraft dadurch im Gruppenfeld, deutlich höher schwingender und energievoller wird.
    Meine nächsten Aufstellungen im http://www.yoginidome.de, in der „Frucht des Lebens“ werde ich diese magischen Spirits einsetzen und ihre Wirkungen tiefer erforschen! Ich bin sehr gespannt wie meine Kund*innen darauf reagieren. Einen innigen Dank liebe Evelin, für deine Hingabe und Liebe zu unseren beheimateten Pflanzen.

  2. Danke liebe Elske an Dich für das gemeinsame Lauschen, den Austausch und den Weg.

  3. Vicky Wall

    “Seid behutsam, meine Freunde,
    denn ihr betretet das Gewebe meines Lebens!”

    Danke für deine wertvolle Arbeit liebe Evelyn

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