Menschenbild in der Bakteriologie


Von Conny Dollbaum-Paulsen. Dr. med. Anne Katharina Zschocke ist nicht nur Expertin für Bakterienheilkunde und Autorin zahlreicher Bücher sondern vor allem leidenschaftliche Forscherin zum den Themen Mikrobiom und Effektive Mikroorganismen.

Das schweizerische Fernsehen hat mit ihr einen ersten Beitrag zum Thema „Menschenbild in der Bakteriologie“ gedreht, der nicht nur aus biologischer Sicht interessant ist, weil Dr. Zschocke die vielfältigen Formen, Rollen und Aufagen der Bakterien auf naturwissenschaftlicher Basis gut verständlich erklärt.

Weltbilder in der Naturwissenschaft

Wirklich inspirierend und erhellend ist ihr übergeordneter Blick auf die bisherige Forschung in der Bakterienkunde und die damit verbundene Zuordnung in vorherrschende Weltbilder. Die leidenschaftliche Wissenschaftlerin zeigt anschaulich, wie sehr auch naturwissenschaftliche Forschung in die jeweiligen sozialen, politischen und philosophischen Kontexte eingebettet ist und dementsprechend auch immer nur das sieht, was zu diesem Zeitpunkt bewusst gesehen werden kann.

So verwundert es nicht, dass Ärzte, die im 19. Jahrhundert lebten, in dem die europäische Welt von Nationalstaatendenken geprägt war und es zum guten Ton gehörte, möglichst viele Kolonien dem eigenen Weltbild zu unterwerfen, ihre Erkenntnisse mit Begriffen wie Feind (Bakterien), Ausrottung (Keime) und Abschottung (Hygiene) beschrieben und nicht in der Lage waren, ein Zusammenwirken auch nur anzunehmen.

So fanden die medizinischen Forschungen immerzu Bekämpfenswertes und sahen vor lauter Feinden natürlich nicht, wie organisch-wunderbar alles Leben des Universums miteinander verwoben ist – dieser Blick ist auf politischer Ebene immer noch nicht selbstverständlich, im Gegenteil, Abschottung und Trennnung haben weltpoltisch gerade Konjunktur. Leider hat sich der Blick auf Mikroorganismen als Feinde bis heute nicht wirklich verändert, so dass es kein Wunder ist, wie die Maßnahmen zur Bekämpung einer Pandemie aussehen: ausrotten, unschädlich machen, überwinden…

Dr. Anne Zschocke zeigt anhand aktueller Forschung, wie untrennbar verbunden alle lebendigen Organismen miteinander sind und wie überwältigend gut diese vielen Existenzen aufeinander abgestimmt sind. Und wie gut wir daran tun, Teil des großen Ganzen sein zu wollen, uns zu intergrieren, statt immer wieder zu versuchen „es“ zu beherrschen.

Anne Katherina Zschockes Beiträge sind in biologisch-naturwissenschaftlich Hinsicht ebenso erhellend wie in philosophisch-poltitischer Bezugnahme. Außerdem ist sie eine angenehme Vorträgerin auch komplexer Sachverhalte, so dass keinerlei Vorwissen notwendig ist, um ihre Inhalte zu verstehen. DANKE dafür!

Dr. Zschocke dreht gerade weitere Episoden und es ist zu hoffen, dass sie den ein oder anderen öffentlich-rechtlichen Virologen wenn nicht ersetzen, so doch bitte zukünftig ergänzen darf.

Links und Videos

Die ersten beiden Videos im QS24 Gesundheitsfernsehen:

Lesung zum Buch: Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit

Alle Bücher von Dr. Anne Katharina Zschocke

Dieser Artikel erschien zuerst bei Heilnetz.de

Bakterien »tun« nichts, sie »sind«

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2 Kommentare zu “Menschenbild in der Bakteriologie
  1. Rolf sagt:

    Volltreffer! Der Artikel spricht mir voll umfänglich aus dem Herzen – vielen Dank fürs Veröffentlichen! Möge Frau Dr. Zschocke mit ihren ganzheitlichen Ansätzen großen Zuspruch erhalten!

  2. Richard sagt:

    Es tut so gut, solch eine lebensbejahrende Kompetenz zu sehen und zu hören. Und ja: statt Kampf Baktieren als Freunde sehen, mehr als Du jemals auf Facebook haben kannst!

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