Traumaheilung

Lesezeit 4 Minuten –

Angeregt durch den Film von Gabor Maté, durch die Initiative von Claudia Shkatov – „Ceasefire – Feuerpause am 22. jeden Monats“ und durch die Erfahrungen mit den Heilbehandlungen in meiner eigenen Praxis möchte ich heute etwas über Traumaheilung schreiben. Es geht mir dabei um das, was sich im täglichen Leben als plötzliche Anfälle von z.B. Lieblosigkeit in bestimmten Situationen zeigt, oder als Härte sich selbst und anderen gegenüber, als plötzliche aggressive Ausbrüche, als ein plötzlicher Abbruch von Gesprächen oder auch Beziehungen und sicher noch einiges mehr.

Diese Eigenschaften von Menschen, die so gerne als Charakterschwäche bezeichnet und verurteilt werden, sind wenn man genau hinschaut, immer aus tiefen seelischen Verletzungen entstanden, oder im allgemeinen auch aufgrund vieler oder sich über längere oder kürzere Zeit wiederholender seelischer Verletzungen.

Meist stammen diese Verletzungen aus der Kindheit und oft sind es sogar tiefsitzende Traumen, die dann entstehen, wenn wir einer für uns bedrohlichen Situation ausgesetzt waren, uns aber nicht wehren konnten, weil wir noch zu klein, zu schwach oder wie paralysiert waren – und der Schmerz kein Ventil fand, kein Verständnis von anderen, keinen Menschen, der unseren Schmerz anerkannt oder uns getröstet hätte. Stattdessen waren wir gezwungen, den Schmerz auszuhalten, bzw. besser gesagt, ihn zu verdrängen, um die Situaion aushalten zu können. Dieses „Aushalten müssen“ ist das eigentliche Trauma, das sich auch energetisch im Körper festsetzt, gespeichert wird. Dadurch entstehen feste und gleichzeitig extrem empfindliche Punkte in unserem Energiefeld, die den natürliche Lebensfluss empfindlich stören.

Und jedesmal im weiteren Leben, wenn irgendetwas geschieht, das den alten Schmerz auch nur im Entferntesten antriggert, d.h. die Erinnerung an diesen Schmerz aus dem tiefsten Inneren unseres Körpers oder Energiefeldes wachruft – dann ticken wir aus. Dann reagieren wir auf eine unerwartete, überraschende und nicht stimmige, von Außen betrachtet meist sehr übertriebene Art und Weise.

Wir reagieren auf eine Art, die für andere unverständlich oder verletzend ist. Wir werden unfreundlich, wir greifen möglicherweise diejenigen an, die für uns diesen Schmerz scheinbar gerade verursacht haben. Wir werden aggressiv, möglicherweise fliehen wir auch oder ziehen uns ganz tief in uns selbst zurück, sind wie paralysiert, erstarren und/oder gehen in die Depression. Unser Verhalten verselbständigt sich und ist auch für uns selbst nicht wirklich verständlich. Es geht einfach mit uns durch. Wir wissen in dem Moment nur, wir reagieren aus dem Bauch heraus und wir können nicht anders.

Wir sind in solchen Momenten nicht in der Lage, unser Verhalten bewusst zu kontrollieren. Im Moment haben wir meist das Gefühl, der andere ist Schuld, der andere hat mir etwas angetan. Ein Weilchen später, wenn wir uns wieder beruhigt haben, verurteilen wir dann oft uns selbst für diese Handlungsweise, was auch nicht gerade hilfreich ist. –

Bis uns irgendwann einmal auf die eine oder andere Art bewusst zu werden beginnt, dass unser Verhalten einem alten Muster folgt. Auf jeden Fall liegen diesen seltsamen Verhaltensweisen immer tiefe Verletzungen auf unserer Seite zugrunde – und sie bewirken natürlich auch wieder neue Verletzungen bei denen, die unser Ausrasten aushalten müssen, weil sie die scheinbaren Auslöser sind.

Aber es ist möglich diesen Teufelskreis, dieses verletzte und verletzende Verhalten energetisch zu heilen, indem wir dieses Erstarrte, harte, unbewegliche in unserem Energiefeld – die Traumen – wieder in Bewegung bringen.

Das Schöne dabei ist, in genau dem Moment, wo dieser Schmerz endlich heilen darf, ist der ganze Spuk tatsächlich vorbei. Wir können wieder adäquat reagieren, wieder liebevoll sein in diesen Situationen, die uns bisher immer haben ausrasten lassen – und zwar sowohl uns selbst gegenüber als auch den anderen, oft unseren Lieben gegenüber. Und dadurch wird so einiges im Leben sehr viel harmonischer und leichter.

Möglich scheint mir als Traumafolge auch das Übernehmen bestimmter (Welt)-Anschauungen, die zu unseren tiefen Verletzungen passen – und auch möglicherweise das Wechseln dieser Weltanschauungen, sobald hier und da etwas Heilung geschehen ist (so ist es mir geschehen – einigermaßen anstrendend für die Mitmenschen).

Natürlich braucht die Heilung zunächst einmal eine große Portion Bewusstheit, auch Mut hinzuschauen und auch einige Zuwendung uns selbst gegenüber, bzw. unserem inneren verletzten Kind gegenüber, oder manchmal auch dem verletzten Erwachsenen gegenüber, meist wird das Ganze sogar auch aus verschiedensten früheren Leben genährt, die immer noch in uns lebendig sind (ohne dass wir wissen, welche Leben das sind und was da geschehen ist) – aber Heilung ist möglich! Und in dieser jetzigen Zeit mit den wunderbaren uns zur Verfügung stehenden (Heil-)Energien ist es auch immer schneller möglich. Heilungen, für die ich in meinem eigenen Leben zum Teil Jahrzehnte gebraucht habe, geschehen jetzt oft innerhalb weniger Behandlungen.

Die Auflösung unserer alten Verletzungen, besonders der Traumen, hilft in großem Maße, in uns, mit uns und mit der Welt in Frieden zu kommen.

Dörte Luna’Him Scheer hhttps://www.heilerin-in-bremen.de/

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Dörte Luna Him
Dörte Luna Him

6 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für diese wundervollen Worte!

    Solch klare bewusstseinserweiternde Texte dürfen immer mehr in unser Feld kommen-, damit sie auf den verschiedensten Kanälen von uns Menschen erreicht werden können, um Heilung möglich zu machen…

    Ich bin so dankbar für diese Zeit auf die Welt gekommen zu sein, zu leben und unterstützende Teilin dieser magischen Transformation sein zu können….

    Herzlichst Käthe

  2. Herzlichen Dank für deinen Kommentar, liebe Käthe.
    Ja, diese Dankbarkeit, jetzt zur Zeit dieser grundlegenden und tiefgreifenden Veränderungen hier auf der Erde zu leben, die spüre ich auch immer wieder in mir – auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder mal auch echt herausfordernd ist.
    Aber je länger es geht, je mehr Erfahrungen ich sammle, desto schneller komme ich aus der vorübergehenden Überforderung auch immer wieder zurück in die Zuversicht und die Freude an der Transformation – je mehr mir bewusst wird: wir schaffen es tatsächlich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit ;-))

  3. Liebe Dörte Luna’Him,
    dein soeben gelesenen Text, macht micht etwas FASSUNGSLOS…
    FASSUNGSLOS deshalb, weil in der Zeit dieser stark wirksamen Rauhnächte tatsächlich etwas getriggert wurde, dass im Moment mehr als mir lieb sein könnte, einiges in Frage stellt…Wie gerne würde ich an ALLEDEM vorbei schauen – und fühlen wollen!!! Zeitgleich bewohnt mich eine große DANKBARKEIT, dass dem wie es ist – so sein darf…
    Deine Worte, und deine tiefe Kenntnis, bestätigen NACHHALTIG das, worum es geht…
    Hab vielen DANK
    Viola

  4. Liebe Dörte Luna’Him, vielen Dank, dass Du Dich von mir inspirieren ließest und mich mit Deinem Text heute morgen deinerseits inspirierst. Danke für die große Weisheit, Ruhe und Klarheit, die durch Dich schwingen und die Du mit uns teilst. Ich kann bestätigen, dass all das, was uns scheinbar die Ruhe, Weite und Leichtigkeit nimmt, was uns aus unserer Mitte und damit aus der Verbindung mit unserem inneren Wesen (Seele) holt, sich in dieser Zeit leicht auflösen bzw. wandeln lässt. Traumata sind keine Traumata mehr sondern Tore, durch die die Seele Einzug halten will. Sobald unser Fokus sich Richtung Tor wendet, verliert die alte Geschichte vom Trauma ihre Macht. So kommen Dunkel und Licht ins Gleichgewicht. Denn sie gehören zusammen und bereichern und bedingen sich gegenseitig. Gemeinsam bringen sie uns Menschen in unsere Mitte, in unsere Verbindung und in den Frieden. Aufgeräumt!!! 🙂 Happy New Year uns allen!

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