Das Spiel mit dem Wandel – Einblicke aus dem WandelRaum

Lesezeit 6 Minuten –

Von Jasmina Himmel. Jetzt ist die Sonnenzeit da – wir sind gerade mittendrin – in unserer zweiten MädchenZeit – mit Pferden unterwegs. Auf Reisen gehen – außen wie innen. Was uns noch so alles begegnen möchte auf diesen Pfaden – werden wir sehen.

Freudig ist es – mit Mädchen im Alter von 12 – 15 unterwegs zu sein. Sie zu begleiten auf alten Spuren und Pfaden – und sie gleichzeitig zu beobachten – wie sie ihre eigenen, neuen Spuren hinzufügen. Was für sie Herausforderungen sind – oder was spielend genommen wird.

Kleiner Sprung – unsere erste MädchenZeit – vor Ostern – im doch noch kalten Vorfrühling…zwischen den ersten Schlüsselblumen und teilweise noch Graupelschnee – waren wir auf der Suche und Erlauschen – was dieses Jahr wohl erblühen möchte – in den jungen Mädchen und drumherum.

Wenn wir Kindern/Jugendlichen und natürlich auch uns Erwachsenen – den Raum halten – den Raum schenken – sie zu sein…was ist dann noch zu tun? Braucht es eine DauerBespaßung? Braucht es ein Bewerten oder gar Versuchen uns Menschen immer in eine Richtung haben zu wollen? Können wir es aushalten – mit Vielfalt und Eigenarten zu leben? Welche Bewältigungsmuster bzw. Einordnungsmuster greifen sofort?

Was brauchen wir wirklich, wenn wir wieder – ins uns selbst spüren kommen – fernab von wie es sein sollte, müsste, könnte, richtig wäre etc.?

Was uns auffällt – im Sein mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (denn seit Dezember waren nun auch einige AusZeitGästinnen da, für einige Tage oder Wochen )- es braucht nicht viel – denn a) kommen wir aus einem täglichen VIEL – und b) wird viel von uns erwartet – ob das eigene Erwarten und Verlangen besser und richtiger zu sein – oder eben dieses Erwarten an

Richtigkeit/Erleuchtung/Konformität von außen – und – da ist es egal – ob das Erwarten von Familie, Schule, Gesellschaft, Religionsformen, Glaubensrichtungen etc. kommt – die meisten erleben sich in einem wirren zu viel an allem – zu vielem „so – wirst- Du ein besserer Mensch etc.“…so wird Dein Drama weniger – wo wirst Du erfolgreicher – so findest Du Deine Liebe – so wirst Du zum Du – egal welches Viel von Außen – lässt die Stimme im Innen leiser und leiser werden.

In unserem wandeln mit Raum und Zeit – jenseits „normaler“ „BesserungsFormen – sondern mit dem Vertrauen, dass die innere Stimme der Zugang zu uns ist – zu unserem Anvertrauen ans Leben – erleben und erfahren wir – was dies in uns Menschen wieder erinnert

Wir sind gut, so wie wir sind – Veränderung kommt, wenn sie dran ist, wenn sie genommen, gespürt werden kann – es darf wieder viel mehr – und da, verwende ich nun gerne das Wort viel – Raum geben für Ruhe – sitzen – lauschen – lachen – schmunzeln – Musik – Kunst – Tiere – ja auch schamansiche/verbindende Lebensarten, Anvertrauen, NichtWissen – doch eben bei jedem Menschen sein vielfältig, buntes Erfahren und Erleben – seine Wahrheit und seine eigenen Zugänge zu der Schönheit Leben. Seine Form von Lebendigkeit – und wenn die eben anders ist als andere – dann ist das nicht besser oder schlechter – sondern eben nur anders und ermöglicht uns ein tolerantes und grandios weites und verstehendes oder auch lassendes Miteinander – die EigeneArt des MenschSein und -Werden.

Unser Verständnis für uns und das Gegenüber wächst – vom Herzen her – vom eigenen Erfahren, mit der EigenArt gesehen und gelassen und vor allem als einzigartig wertgeschätzt zu werden.

Zwei Zitate von Astrid Lindgren…weben sich wundervoll in unseren WandelRaum hinein

„Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss, wie andere Menschen.“

„Und dann, muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.“

Und was braucht es nun von uns? Von uns Menschenbegleitenden Menschen?

Zeit und Ruhe für ein Zuhören ohne Wollen – ein DaSein ohne gleich einen Besserungsvorschlag/-übung etc. zu liefern. Jedes MenschSein – MenschenLeben ist besonders – hat eigene Schlaufen, Wirren, Grandiositäten, Fragezeichen, Dramen etc….die dürfen erstmal sein.

In unserer Welt, ob die westliche da jetzt besonders stark den Anspruch auf Erleuchtung und besser hat – sag ich nicht – auch in anderen Kulturen haben wir einen immensen Leistungsanspruch auch was die Spiritualität angeht…doch, das ist ein anderes Thema – wir als Menschengemeinschaft haben es geschafft…dass wir das was ist, was uns vielleicht herausfordert, fordert, sichtbar macht mit unserer AndersArtigkeit….das wir dies so schnell wie möglich bearbeiten, loswerden und heilen wollen.

Doch überspringen wir da nicht etwas? Darf eine Wunde/ ein Schmerz/ ein „UnZustand“ nicht erstmal NUR da sein? Und bietet sich nach einer gewissen Zeit, nicht ganz von alleine das Leben an, wie wir damit weiter wachsen können und werden?

Wir sind wahnsinnig schnell – das können wir gut – schnell und viel….vielleicht mit dem PendelGegenschwung unterstützen lassen – langsam und wenig…?
Was möchten wir selbst, wenn wir in Irrungen sind – sofort Ratschläge – oder tut es nicht einfach nur gut – wenn jemand da ist, zur Seite steht und neutrale Zeugin ist, für den herausfordernden Lebensmoment – die still um das Drama des menschlichen NichtWissens und „Doch wissen wollen“ schmunzelnd weiß – und sich freut uns so zu sehen wie wir sind – gerade, und wo wir uns hinbewegen….Wie eine Mutter – einen Menschen oder gar, wie unsere ErdenMutter – die da ist. Für alle und alles. Ohne Wertung – Ohne Druck – Ohne NormRegister

ErdenMutter, die alles gebiert und wieder aufnimmt – die alles nährt – die um den ewigen Kreis und die Zeit und ihren Wandel „weiß“ – besser die damit ist.

Wir sehen, hier im WandelRaum, im „UnszurSeitestellen“ – welch` Dramen wir Menschen uns selbst auferlegen, oder auferlegen lassen – richtig zu werden/endlich heil sein zu müssen – wie übertherapiert oder übergeworkshoped wir sind.

Wir staunen jedoch auch, wie wenig es braucht – und wie viel es gibt – den jeweiligen Leben zu zuhören – wert zu schätzen und zu vermitteln, dass wir gewollt sind in diesem Leben – auf diesem Planeten. Als individuelle Teile einer unglaublich großen Gemeinschaft. Und wie jedes einzelne Wesen in der Verantwortung steht, Lebendigkeit und Vielfalt zum Wohle allem Lebendigen auf Erden zu erinnern und sich selbst zu erlauben.

Spannende und berührende Momente hier im WandelRaum – Das Spiel mit dem Wandel – diese erste Runde – zu Erfahren und zu Sehen – Wie der Wandel geschehen, wirken und weben kann…welche Hürden wir dabei haben, dass diese jedoch dazugehören, zu unserem Wachsen, Sein und Werden….

WandelZeit –
Zeit für die eigene Stimme – eigene Zugänge erinnern und lieb gewinnen
Die eigene Schöpferkraft und das innewohnende Potential wieder entdecken
Weites Begleiten kennenlernen…
und
Mal nichts zu müssen – um….
Sondern wieder dem Sein zu vertrauen…

Kontakt WandelRaum gGmbH
Isabel Meissner (Geschäftsführung)
Laiming 6, 83112 Frasdorf

[email protected]
www.wandelraum-chiemgau.de

Der WandelRaum – Ort für Heilung, Therapie und Entwicklung

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