Die Kraft des Nein – Grenzen setzen in Verbindung

Lesezeit 2 Minuten –

Von Gunter Schmidt. Es passierte mir immer wieder … beim Arbeiten zum Beispiel oder im Freundeskreis. Zack ist es raus: mein Ja, obwohl ich dabei innerlich ein Nein gespürt habe. Mein Nein war selten laut. Eher ein leises Ziehen. Ein kurzes Innehalten. Ein Gedanke, der auftauchte und gleich wieder verschwand: Eigentlich will ich das gerade nicht.

Und doch habe ich genickt. Habe zugesagt. Habe funktioniert.

Manchmal, weil ich niemanden enttäuschen wollte. Manchmal, weil ich dazugehören wollte.

Und manchmal einfach, weil ich es so gewohnt war.

Lange habe ich geglaubt, dass genau darin Verbindung liegt: im Ja-Sagen. Im Dasein für andere.

Im Erfüllen von Erwartungen.

Und nach außen sah das tatsächlich auch oft stimmig aus. Doch innerlich wurde es leiser.

Als würde sich etwas in mir Stück für Stück zurückziehen. Ich habe es nicht sofort bemerkt. Aber irgendwann war da dieses Gefühl: Ich verliere mich ein wenig.

Der Wendepunkt kam nicht plötzlich. Er war eher wie ein vorsichtiges Aufwachen. Und doch habe ich es irgendwann gewagt: Ich begann, meinem inneren Nein zuzuhören.

Nicht, um es sofort auszusprechen – sondern erst einmal, um es überhaupt wahrzunehmen.

Es fühlte sich ungewohnt an, manchmal sogar beängstigend.

Denn mit dem Nein kam die Frage: Was passiert, wenn ich ehrlich bin? Was, wenn ich jemanden enttäusche? Was, wenn die Verbindung bricht?

Und doch habe ich irgendwann allen meinen Mut zusammen genommen und es ausprobiert. Zuerst vorsichtig. Tastend. „Heute passt es für mich nicht.“ „Ich merke, dass ich gerade Zeit für mich brauche.“ „Ich würde gern helfen – und heute habe ich keine Energie dafür.“

Die Worte waren leise. Und gleichzeitig hatten sie Gewicht. Ich war überrascht, was dann geschah. Nicht jede Reaktion war leicht. Aber oft entstand etwas, womit ich nicht gerechnet hatte:

Klarheit. Und manchmal sogar Nähe. Weil ich nicht mehr nur meine Rolle gespielt habe, sondern mich gezeigt habe.

Mit der Zeit habe ich verstanden: Mein Nein ist kein Angriff. Es ist eine Orientierung. Es zeigt mir und anderen, wo ich stehe. Und es lädt andere ein, mir dort zu begegnen.

Heute erlebe ich mein Nein nicht mehr als Grenze gegen andere, sondern als Brücke zu mir selbst. Und von dort aus entsteht eine andere Art von Verbindung: nicht aus Anpassung, sondern aus Freiwilligkeit. Echter. Ruhiger. Lebendiger.

Ich gehe diesen Weg noch immer. Schritt für Schritt. Und manchmal, wenn ich innehalte, spüre ich es ganz deutlich: Mein Nein ist kein Ende. Es ist ein Anfang.

Dieser Beitrag wurde unter Einsatz von ChatGPT redaktionell unterstützt.

Du sehnst dich nach mehr Leichtigkeit, Lebendigkeit und echter Verbindung in deinem Leben … https://www.derguteschmidt.de/

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Gastbeitrag
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7 Kommentare

  1. Grundgutwahr und herzensschön! Dank dir Gunter für dieses Morgenlicht in meinen frischen neuen Tag – Ermunterung, Erinnerung, lebendiges Glück.

      • Guten Morgen Gunter, ob du zu deinem newslicht Text mit oder ohne KI was sagen magst? Das wär mir lieb. Trude spricht davon in ihrem Kommentar – und ich bin erschrocken, so wie sie auch. Dank dir

    • Danke für diese Worte, genau so habe ich es vorgestern in einer Situation erlebt, mich selbst erlebt. Es fühlt sich so gut an und befreit, schenkt Klarheit und Liebe für mich selbst und dem Gegenüber 🙏🫶

  2. Hallo liebe Menschen und lieber Herr Schmidt…
    ich finde den Text auch so schön und habe den in einer Gruppe vorgelesen – tief berührt, denn das Thema war das NEIN sagen können.
    Ein junger Mann hat die angeregte Stimmungsblase umgehend zum platzen gebracht: Ja ganz toll (zynisch gemeint), das ist so was von KI dieser Text, das ist immer das selbe, wie KI Texte aufbaut… ich bin erschrocken. Und fands arg schade.

  3. Liebe Kommentierende, tatsächlich bin ich ja LoslaßEXPERTE. Und so habe ich den Beitrag nach dem Tag der Veröffentlichung losgelassen. Eine entspannte Email von Bettina hat mich nun doch noch einmal draufschauen lassen. Wie ist dieser Artikel entstanden? Da ich nach langer Zeit mit meinen Seminaren beginne, habe ich Bettina meine Seminarbeschreibung gesendet. Bettina hat mir erklärt, daß genau das nicht geht. Also stand ich vor der Aufgabe eine Geschichte aus der ICH-Perspektive zu schreiben und damit habe ich mich sehr schwer getan und mir Unterstützung geholt. Und so sind die ersten Sätze von mir und dann habe ich der KI meine Seminarbeschreibung gegeben und ihr gesagt: Formuliere das um. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, weil ich dachte: Besser hätte ich es gar nicht schreiben können. Wer mit mir darüber reden möchte: Ruft mich gern an und laßt uns darüber reden. Ich wünsche allen ein lebensfrohes Pfingstfest. Ich gehe wandern … ;-).

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