Eine neue Welt?

Wenn ich den Begriff „Neue Welt“ höre, zieht sich bei mir etwas zusammen. Die Heil-verkündende Phrase wird schon allzu lange allzu verkaufsorientiert gedroschen, als dass sie in mir etwas wie „Hoffnung“ oder „Zuversicht“ auslösen könnte.
Ruhig und eher nüchtern beobachte ich eine Entwicklung in der Welt, in der Menschheit. Da ist zum einen die Polarisierung, die in einer Art und Weise mit Urteilen, Forderungen und Drohungen um sich greift, wie ich das in meinen Lebzeiten noch nicht gekannt habe. Allen Schwarz-Weiß-Aussagen gemeinsam ist, dass die Nutzer den Anschein geben, zu wissen, was falsch und richtig ist. Ich persönlich habe im Moment eher Hemmungen, etwas als „falsch“ oder „richtig“ zu beurteilen, weil mir immer mehr Wechselwirkungen und Zusammenhänge klar werden, die eine solche Vereinfachung und Zuweisung ad absurdum führen.
Da ist zum anderen die Verwässerung von Regeln, Prinzipien und Strukturen. Sie scheint ebendieser Einsicht zu entspringen, dass eine stehende Wahrheit, eine duale Ordnung von „falsch“ und „richtig“ nicht stimmt. Vielleicht ist das ja der Grund, dass so polarisiert wird – ein Symptom der Verwirrung, ein heilloser Versuch, doch noch zu erkennen, wo der „richtige“ Weg ist.
Polarisierung und Unsicherheit gehen einher mit der Zunahme von Gewalt – nicht nur in den großen, materiellen Dimensionen von Krieg und Terror, staatlichen Übergriffen und zivilem Ausscheren. Da ist auch im zwischenmenschlichen Miteinander, im Alltäglichen eine Gewalt, die die Freiheit des Einzelnen in Frage, die die Eigenart des Individuums nur dann leben lässt, wenn sie konform ist.
Alle gemeinsam erleben wir auch diese subtile Gewalt, unter dem sehr rissig gewordenen Deckmantel der „Demokratie“, die uns zwingt, staatliche Dienste oder die Dienste staatlich geschützter Monopole kaufen zu müssen, selbst wenn wir diese Dienste gar nicht haben wollen oder sogar als schädlich empfinden. Sei es der staatliche Rundfunk, sei es der Zwang zur Teilnahme an der Gesundheitsindustrie, seien es Abgaben für eine Politik, die demokratisch eben nicht legitimiert ist.
Die Ankerpunkte der Welt, wie wir sie kannten, sind Macht, Geld, Sicherheit und Bequemlichkeit. Kaum wer, der nicht um diese Größen kreist. Nach wie vor sind es Ausnahmen, die nicht versuchen, möglichst viel Geld für möglichst wenig Einsatz zu erheischen. Nach wie vor sind es Ausnahmen, die die Sicherheit der Angepasstheit verlassen und ihr Leben auf eigenes Risiko und in voller Verantwortung gestalten. Der Preis für das Verhalten der Mehrheit ist, dass die Menschheit fest im Griff derer ist, die gewaltbereit rein materiellen Interessen folgen.
Das ahrimanische Zeitalter ist angebrochen und eine von Abhängigkeit und Angst gelähmte Menschheit folgt in der Mehrheit dem Druck von oben.
Wo ist die Neue Welt? Ist DAS die Neue Welt?
Eine Neue Menschheit
Nein. DAS ist nicht die Neue Welt, die so viel besungen und in den letzten Jahren in verschiedenen Varianten feilgeboten wurde.
Ein paar kleine Hinweise auf eine Neue Menschheit können wir an gesellschaftlichen Entwicklungen erkennen, ohne in Fantasien abzuheben und so zu tun, als seien Gewalt und Gier Ebenen, die uns nichts angingen.
Immer mehr Menschen weigern sich, ihre Arbeitsfunktion zu erfüllen. Ob klar formuliert und eigenverantwortlich getragen oder via Dauerkrankschreibung und Frühverrentung: Die Bereitschaft, sich in konforme Leistungsbilder einzuzwängen nimmt ab. Mit ihr verschwindet aber auch ein moralisch-ethisches Grundgerüst an Produktivität, Mitverantwortung und Gemeinschaft.
Zudem nimmt das staatliche Abschöpfen zu: Die Werte, die durch den kollektiven Leistungswahn zu einem überbordenden Wohlstand geführt haben, werden durch steigende Zwangsabgaben, künstliche Monopole und staatliche Sanktionen wieder aus der Masse gezogen und über diffuse Kanäle wenigen Wirtschaftsindividuen zugeführt. Politik, steuerfinanzierte Verwaltung, Rechtsprechung und öffentliche Berichterstattung scheinen dies eher zu stützen, als im Sinne der Gemeinschaft zu unterbinden.
Gleichzeitig entstehen immer mehr Lebensmodelle, in denen Konsum minimiert und Kreativität betont werden. Dabei spielen auch Themen, die sich nicht in rationale Denkmuster einordnen lassen, eine Rolle. Ob Blümchen-Esoterik, Schamanen-Drama oder asketische Wege der Innen- und Gottesschau: Die Hinwendung zu feinstofflichen und übergeordneten Zusammenhängen nimmt zu, die Suche nach den größeren Zusammenhängen ist eine kollektive Bewegung.
Auf diesem Weg zerfallen einst solidarisch oder demokratisch gedachte Gemeinschaften in ihre auf den eigenen Vorteil und ihr eigenes Wohlbefinden bedachte Einzelteile. Von „Gemeinschaft“ wird zwar viel geredet, aber wenig gelebt.
Zeichnet sich hier eine Neue Menschheit ab ? Sind Vereinzelung, Rückzug und Selbstfürsorge die Größen der Neuen Zeit ?
Pioniere – aber nicht Märtyrer
Und da gibt es noch Einzelne, denen der Balanceakt zwischen Ausbeutung und Befreiung, Unabhängigkeit und Solidarität, Polarisierung und lösungsorientiertem Diskurs zu gelingen scheint. Es sind die Pioniere, die ohne große Worte und auf eigene Kosten Wege finden, die ihnen Lebendigkeit erlauben. Und mit dieser Lebendigkeit ebnen sie Wege weg vom Konsum, weg von Systemabhängigkeit und Unterordnung, die Sinn machen auch für ihr Umfeld. Sie bewegen sich außerhalb der Sphäre des „Geldmachens“ und sind vollkommen desinteressiert an „gesellschaftlicher Bedeutung“. Wie alle anderen sind sie den Zwängen des Kollektivs unterworfen und irgendwie gelingt es ihnen, standzuhalten. Ihr „Lohn“ sind innige Momente mit ihren Mitwesen, ein kreatives Werk, das in die Tat umgesetzt ist, ein Geistesblitz, der Zusammenhänge greifbar macht.
Sie sind keine Märtyrer – sie stellen sich der tödlichen Walze des Ahriman nicht in grenzenloser Selbstüberschätzung entgegen. Nein, sie füttern ihn einfach nicht und sie wissen um die Größe, die Ahriman nicht erreichen kann, wenn wir es nicht erlauben.
Diese Menschen hüten das Kostbarste, was der Menschheit zur Verfügung steht: Die Seele.
Die Seele als unser „Draht zu Gott“, unser „Kanal für die Lebensenergie“, unsere „Verbindung zu allem, das ist“ ist gefährdet in einer Welt des kalten Intellekts und des radikalen Materialismus. Sie braucht Lebendigkeit, um uns führen und nähren zu können.
Und diese Lebendigkeit ist nicht käuflich, nicht buchbar, nicht organisierbar, nicht erstreitbar.
Seele gedeiht, wenn Mensch so frei ist, dass er dem Moment folgen kann. Seele wird wahrnehmbar, wenn weder Pläne noch Ziele den Blick verengen und die innere Fülle empfunden wird. Seele kommt zum Ausdruck, wenn der innere Impuls ergriffen wird, die innewohnende Schaffenskraft eingesetzt wird, um Seelenreiches zu gestalten und in die Welt zu bringen und Mitwesen zu beschenken.
Wie viele dieser Pioniere kennst Du ?
Menschheit – eine Neue Dimension
Wenn wir die Kräfte, die uns alle so erschrecken und einengen, näher untersuchen, stellen wir fest, dass sie nicht nur „da draußen“ in der Welt, bei den Mächtigen wirken, sondern auch in jedem von uns selbst. Es sind die Kräfte, die Angst brauchen, um zu leben, manchmal getarnt als Aggression und Stärke.
Und so, wie jeder einzelne Mensch für sich lernt, diese Kräfte in sich selbst zu meistern, so wird aus einer verwirrten und eingeschnürten Menschheit – Mensch für Mensch – eine Neue Gemeinschaft, die vertraut und glaubt und schöpft und schenkt. Nicht aus der Ignoranz heraus gegenüber den Schatten. Sondern als Ergebnis einer mutigen Befassung mit dem Thema „Angst“, dem Thema „Überleben“ auf materieller und immaterieller Ebene.
Wenn wir von Geld leben, das uns nicht freiwillig gegeben wurde, sondern uns zugeteilt wird aus Staatskassen, die mit Zwangsgeldern befüllt wurden, dann gehen wir mit einer anderen Energie um, als wenn unser Lebensunterhalt sich speist aus persönlichen Geschenken von Menschen, denen wir wirklich und persönlich dienen konnten. Wenn wir erkennen, dass „viel verdienen“ und „viel konsumieren“ die ahrimanischen Strukturen ganz unmittelbar stärken, dann überdenken wir diesen vermeintlichen Vorteil.
Vielleicht.
Und so wächst eine neue Verbindung zum Leben und zum Lebendigen.
Naturgemäß führt dies auch zu einer Reaktivierung der allumfassenden Verbindung zu Gott. Ganz gleich, wie wir „es“ nennen: Es hat keinen Namen. Kein Geschlecht. Keine Präferenzen. Es ist die ewige Lebensenergie, die unendliche Schöpfungskraft, die wir nur mit der Seele erkennen und in uns hereinlassen können.
Um das Seelische zu stärken, das einzig in der Lage ist, dem rationalen Materialismus einen Ausgleich entgegenzusetzen, indem es das Lebendige nährt, braucht es die liebevolle Hinwendung. Eine Hinwendung, die sich nicht prostituiert – stattdessen still, sanft, und meist allein(e) wirkt. Eine Hinwendung, die so innig ist, dass Zeit und Kosten und Ergebnis keine Rolle spielen. Eine Hinwendung, die in die Tiefe des menschlichen Potenzials führt, Liebe in die Welt zu bringen.
Von alters her und in allen spirituellen Traditionen ergibt sich hier der Dreiklang von Studium, Übung und Reflexion. Das Studium eröffnet uns die Weisheit hunderter Generationen, wo und wie die Essenz zu finden ist und wie wir sie unterscheiden vom Schall und Rauch luziferischer Selbstüberhöhung. Die Übung – eine tägliche spirituelle Praxis – bringt die Weisheit in den Körper und damit auch in die Handlung. Die Selbstreflexion zeigt uns den Weg aus den Konditionierungen heraus, hinein in das Zentrum unserer Seele.
Wenn genügend Menschen Stille, Tiefe und seelengeführte Handlung wählen und sich bewusst gemacht haben, wo sie dem Ahrimanischen zutragen, wenn sie den Mut fassen, das zu unterlassen – und damit auch auf Macht, Geld, Sicherheit und Bequemlichkeit verzichten zugunsten einer beseelten Lebendigkeit – dann werden wir sie sehen, erleben, atmen, die Neue Menschheit.





Liebe Everlin,
drei Puzzleteile geteilt:
Der Begriff der neuen Welt wird auch für mich immer schwieriger. Vor vier Jahren noch habe ich ihn sehr gern verwendet.
Was ich jedoch sehr gut spüre, ist demgegenüber etwas paradox der Begriff der alten Welt und wenn er für mich bei etwas zutrifft.
Zugunsten einer beseelten Lebendigkeit….die dem Wahrhaftigen/ der Liebe/G:tT/ dem Göttlichen entspringt und von ihm ganz pur und einfach erfüllt ist…
Das kam mir.
Mein Vorschlag wäre ein gemeinsames WeisheitsCouncil zu Deinem Text in einem gemeinsamen ZoomReSonanzRaum zB zum WeiterPulsierenLassen.
Jaaaaaaaa !!! Lia, ja. Sofort bin ich dabei. Was für eine tolle Idee und genau in diesem Raum hier, wo ganz sicher ganz viele überpralle Samen auf Ihre Keimung warten. gemeinsames WeisheitsCouncil zu Deinem Text – Aditi stelle ich sofort bereit für eine solche Idee. Wer kann koordinieren ? Gerne auch erstmal Zoom – aber sobald wie möglich – für die SEELE – persönlich, im Schutzraum Aditis – Fäden weben !!!
Endlich sagt es mal jemand. Danke.
Liebe Evelin,
wow, vielen Dank für deine klaren Worte. Ich spüre die Resonanz in mir und gleichzeitig (noch) soviele Fragezeichen, wie ich das Verwirklichen kann.
Ein Schritt nach dem anderen….
Danke.
Wir alle haben und hatten Fragezeichen. Wir alle haben ein paar Punkte gefunden. Ich finde die Idee von Lia toll, diese gefundenen Antworten zu teilen. Bist Du dabei, Heike ?
Liebe Evelin,
ich könnte anbieten, morgen am Mo ein WeisheitsZoom spontan zu hosten.
Ich habe kein Zoom, vllt haben die Newslichter eines.
Wir könnten heute spontan telefonieren.
Alle, die teilnehmen wollen, können sich hier in diesem Pad eintragen. Hier können wir auch den ZoomLink hinterlegen.
https://zumpad.zum.de/p/aditi
LG
Lia
Hui… Lia ! … normalerweise bin ich es, die zu schnell für die Welt ist. Jetzt komm ich nicht ganz nach. Meine Woche ist knallvoll, MOntag geht gar nicht. Lass uns – auch als Vorlaufzeit für mögliche Interessent*innen – den kommenden Donnerstagabend, 21.5., 19h ansteuern. Wir beide können vorab gerne telefonieren. Schreib mir gerne eine Mail an infowild-natural-spirit.org, damit wir Telefonnummern tauschen können. Lieben Gruß und Dank!
Liebe Evelin,
hhm, ich kann am Do nicht, eher Ri WE… Ja, lass uns einmal sprechen und schauen. LG
Liebe Lia, der newslichter ZOOM Raum ist nur für spezifische newslichter Themen/Kreise bestimmt. Auch energetisch finde ich es besser, wenn Ihr die Ressource und den Raum für Euer Projekt zur Verfügung stellt. Gutes Gelingen wünsche ich Euch!
Ja, ich bin gern dabei. Hab mich auch bei Lia eingetragen und freue mich, erstmal via zoom, uns zu treffen.
Liebe Grüße. Heike
Liebe Evelin!
Als ich heute Morgen deinen Worten folgte, war Nicken und innere Zustimmung das Ergebnis.
Ja, wenn immer mehr Menschen sich einer von dir beschriebenen Beseeltheit zuwenden würden, könnten wir …
Eine Menge Konjunktiv… und wenn ich mich in meiner unmittelbaren Umgebung umsehe, erkenne ich nicht allzu viele Menschen, die sich auf diesem Weg befinden und für sich gute Argumente haben, das jetzt auch nicht ändern zu können.
Und auch ich gehöre in Ansätzen dazu: Da sind eben immer auch Verpflichtungen, die mich noch in diesem System halten.
Vielleicht ist es gerade diese Ambivalenz, die unsere Zeit ausmacht …
Deshalb denke ich nicht mehr in den großen Dimensionen, sondern in den kleinen … Ich „verweigere“ mich einerseits und schenke mich andererseits, wo immer ich kann – und hoffe, dass ich gerade in den kleinen Schritten Nachahmung anstoße.
Mit Herzensgrüßen
Imke
Wachstum geschieht, wenn wir uns an die Grenzen wagen. Es ist für eine Zeit der Rekonvaleszenz sicher nötig, sich auf die kleinen Dinge zu konzentrieren, einen Schritt nach dem anderen zu nehmen. Doch Seele kennt die Richtung – und die Zusammenhänge. Wieviele unserer Verpflichtungen nähren Seele wirklich ? Was sagt die Kreativität, mit der Du, liebe Imke, ja so reich beschenkt bist, zu Verwandlungspotenzial ? Potenzial, stehende Verhältnisse, die dem Ahrimanischen zutragen, zu verändern, zu verwandeln ? Natürlich hat das einen „Preis“. Ahriman verführt uns mit .. mit was ?
Da bin ich ganz bei dir, liebe Evelin!
Wachstum hat etwas mit dem Wagnis zu tun, an und über die eigenen Grenzen zu gehen – zu verändern und zu wandeln …
Welchen Weg meine Seele dabei aufzeigt, ergründe ich jeden Tag neu.
Im Moment in kleinen Schritten, aber wer weiß, …
Herzensgrüße
Imke
In den großen Worten über diese Zeitenwende, ihren Auslegungen und vielen teuren Hilfestellungen und Heilsversprechungen wiederholt sich für mich ein Muster, dass schon sehr alt zu sein scheint. Das Universum soll ja unendlich zeitlos sein……und was ist mit der Menschheitszeit ? Was wäre wenn alles seinen ruhigen Wandelgang nimmt, in ganz anderen Zeitdimensionen ?
Mit Freude und Begeisterung im Alltag in den Überwältigungen und Überfoderung präsent zu sein, ist das was mir zu nehmend gelingt. Nicht mehr „Die Welt“ retten, in meiner persönlichen Welt den Frieden wachsen und gedeihen zu lassen, ist das was mir jetzt gut tut.
Vielen Dank für diese Anregung 🙂
Liebe Maria, ja die „Zeitscheibe“ ist nur ein Ausschitt des ewigen Wandels. Und doch treffen wir uns jetzt hier. Welt retten … ich kenne diesen Ausdruck nur in despektierlichen Zusammenhängen – aber darum geht es in meinem Beitrag ja nicht. Es geht um die innere Entwicklung, es geht um die Spiegelung des Inneren in den äußeren Geschehnissen und es geht um Verbindung… Für mich ist Verbindung nicht nur etwas Passives (lassen, beobachten) sondern – zum Glück – auch etwas Aktives, Schöpferisches, Gestaltendes. Freude, Begeisterung, Frieden und Präsenz sind dabei ganz wundervolle Begleiter !
Vielen Dank auch Dir für die Anregung 🙂
Jaaa im ganz kleinen fängt es an.
Ohne Drama ganz im Stillen. Dort wird dieser Samen gesetzt. Das Bewusstsein über diese Verbindung erzeugt einen Funken. In dieser Bescheidenheit strahlt die Freude über das eigene Sein ein Licht in die Welt.
Vielen Dank für deine Wahrnemung.
Alles Liebe dir Susanne
Ja, liebe Susanne. Der Funken ist da und wartet auf uns.
Liebe Evelin,
vielen Dank für deine unaufgeregten und mich tief durchdringenden Worte. Heute morgen habe ich sie gelesen – heute Abend nochmal. Sie bewegen etwas in mir, lösen verschiedene Emotionen aus. Die Schneekugel ist geschüttelt und ich beobachte, wie sich die Flocken ihren neuen Platz suchen.
Gerne möchte ich an einem Zoom teilnehmen.
Herzliche Grüße
Laura
Wie schön, Laura. Schreib mir bitte eine Mail, dann können wir das Treffen koordinieren.
Liebe Evelin
Interessant finde ich, dass du, obwohl du sagst, dass schwarz-weiß doch schwer zu bedienen ist, weil so vieles nicht bekannt ist, so viele negative Behauptungen über ein noch existierendes System aufstellst, als würde es uns nur aussaugen, aber es wurde erdacht und aufgesetzt in einer Zeit mit anderen Ideen von Miteinander (Steuer, Öff. Rundfunk, unser „Gesundheitssystem“).
Wie im Garten Pflanzen vergehen, so vergehen menschenkonstruierte Systeme in der Zeit, weil sie nicht mehr tragen und wir uns weiterentwickeln. Böhmermann hat gerade etwas zum ÖRR gemacht, wo ich dachte „ach, deshalb!“ Es gab Gründe, die heute nicht mehr tragen. Sie sind nicht per se schlecht oder böse. Aber sie brauchen Weiterentwicklungen durch neu, anders (nicht quer!) denkende Menschen.
Ich finde es toll, dass du deine Gedanken hier aufbringst und stimme dir zu: es geht (auch) um Studium, Übung und Reflexion.
Alles Liebe zu Dir!
Liebe Ruth, ich bin überrascht darüber, dass Du in meinen Worten „nur negative Behauptungen“ vernimmst. Es sind ja gerade die Werte – Solidarität, Mitsprache, Mitverantwortung – die ich anspreche. Sie waren Kern der Ideen zu einem Solidarsystem und zu einem Parlamentarismus. Bei einer Staatsquote von 50%, 1,7 Millionen Beamten, Lohnabzügen von mehr als 50% und gesetzlich protegierter Versicherungs- und Pharmaindustrie geht es doch nicht um Behauptungen? Viel wichtiger ist aber ja doch das Lebensgefühl hier in unserer Gemeinschaft. Wielviel Anderes, wieviel Neues, wieviel Eigenes darf gedeihen ? Was den natürlichen Zyklus angeht, so sehe ich es täglich: Der tote Acker neben Aditi wird immer noch beerntet nachdem Tonnen von Gülle, Dünger und PS genmanipulierte und für viele unverträgliche Saaten eingebracht wurden. Der natürliche Wandel hat es schwer, wenn Mensch gegenhält…
Liebe Ruth, ich wollte dir sagen, dass ich deinen Kommentar sehr wertvoll finde. Genau nach so einer Stimme habe ich gesucht. Ich sehe vieles ähnlich und wünsche mir ebenfalls eine Welt, die wirklich divers, inklusiv und demokratisch ist. Ich persönlich bin dankbar für unser Gesundheitssystem, es hat mir in den letzten Jahren mehrfach geholfen. Meine Hausarztpraxis arbeitet anthroposophisch und gleichzeitig modern, und diese Mischung aus Ganzheitlichkeit und einem menschenzentrierten + diversen Ansatz empfinde ich als sehr stimmig. Danke, dass du deine Perspektive hier eingebracht hast. 🙌🏼
Ja ! Dank und Liebe auch zu Dir, liebe Susanne
so unglaublich Herzdenkend…
Mein Herz fühlt sich angebunden – es braucht keinen Kommentar von mir.
D A N K E
Liebe Vera, Dank Dir für deinen Nicht-Kommentar, der Herzverbindung strahlt. Ich liebe weiße Rappen!
„Und so wächst eine neue Verbindung zum Leben und zum Lebendigen.“ Genau! Und die Natur macht es und vor! Unser Einlassen auf sie setzt ungeahnte Kräfte frei. Liebe Grüße 🙂
Mit verbundenen Augen durch den Dschungel. Bewegungslos im Meer. Das Feuer so nah wie es gerade noch geht. Und mit der Schaukel hinauf in die Lüfte – so weit es geht. Wir sind so wundervoll, wir Menschen. Und ich halte den Atem an zu beobachten, wie wir das Nesselkleid aus Angst abstreifen und als nackte wahre Menschen hineinstrahlen in die Welt.
Für alle, die Evelins Beitrag in einem Raum der Verbundenheit weiter klingen und gemeinsam re-sonieren lassen möchten: Wir treffen uns am Sonntag, 24. Mai um 19 Uhr.
Es braucht noch einen ZoomRaum. Also wer einen hätte und teilnehmen mag, möge sich melden!
Es wird wunderbar!
Lias Enthusiasmus ist wundervoll und ich danke auch denen, die mich angeschrieben haben, weil sie sich Austausch zu den hier angesprochenen Themen wünschen. Ich bereite einen solchen Raum seit Monaten vor – und schon sehr bald werde ich dazu einladen und auch die nötige Terminkoordination und natürlich den Raum – Zoom ebenso wie Aditi – für alle schön gemacht haben. So „hopplahopp“ scheint das jetzt gerade nicht zu funktionieren. Und das macht nichts: Der erste Impuls ist angekommen und aufgenommen und wir sich ganz wunderbar entfalten in der zunehmenden Wärme. Habt noch ein wenig Geduld, es sind nur noch ein paar Tage.
Liebe Evelin, ich möchte gerne teilen, welche Wirkung dieser Text auf mich hatte. Ich habe ihn mehrmals gelesen und auf mich wirken lassen. Da ich zwischen den Zeilen eine Schwingung wahrnahm, die mich irritierte.
Viele der Begriffe und Bilder stammen aus einer Tradition, die Menschen in feste Kategorien einordnet und ihnen unterschiedliche geistige Bedeutung zuschreibt. Für mich wirkt das trennend, weil dadurch eine Hierarchie entsteht, in der einige als seelengeführt erscheinen und andere als Teil einer alten, verirrten Welt. Am Ende entsteht so genau die Spaltung, die im Text kritisiert wird, nur in einer neuen Form. Systeme wie Demokratie oder Gesundheitswesen sind nicht perfekt, aber sie sind aus Ideen von Miteinander entstanden.
Eine neue Menschheit wäre für mich eine, die Vielfalt anerkennt, Ambivalenz aushält und nicht in alte Muster von Einteilung und Ausschluss zurückfällt. Das wollte ich als Resonanz teilen. Verbindende Grüße Steffi ✨
Danke auch Dir Steffi für deine Resonanz. Ich weiß nicht so recht, wo die Schwingungen, Kategorien und Trennungen für Dich entstanden sind… Ich plädiere aus vollem Herzen ja für Integration. Lassen wir den großen Resonanzraum klingen ….
Guten Morgen Evelin,
dein Text räsoniert voll mit mir. Genau so empfinde ich es auch. Und dafür gehe ich.
Mein Wesen wünscht sich Frieden. Im Innen, wie im Außen.
Du sprichst in deinem Artikel einen sehr wesentlichen Punkt an:
„Selbstreflexion“
Und genau das ist die Basis. Besteht bei jedem einzelnen Menschen der Wille zur Selbstreflexion, dann ist Veränderung möglich. Veränderung bei einem Selbst und dadurch auch Veränderung im Außen.
Wenn der Mensch wieder anfängt, dass in den Mittelpunkt zu stellen, ist alles möglich. Und dafür gehe ich auch persönlich. Das ist mein Auftrag 😉
Durch meine Erfahrungen und die vielen Gespräche, die ich mit Menschen führe, bekomme ich das Gefühl, dass wir genau an dieser Schwelle der Veränderung stehen. Das vermittelt mir das Gefühl der „Neuen Welt“.
Danke für deine weisen Worte und das Teilen deiner Gedanken.
Liebe Grüße
Thomas
Danke, Thomas. Da finde ich mich wieder.