Sweet Darkness

Das ist tief. Der irische Poet David Whyte über Worte, Dinge und Gefühle, die nur um 2 Uhr nachts zu dir kommen. Eine Hymne an die Nacht und ein Aufruf, der inneren Veränderung, Ausdehnung auch in der äußeren Welt zu folgen und sichtbar zu machen.
Sweet Darkness
When your eyes are tired
the world is tired also.
When your vision has gone
no part of the world can find you.
Time to go into the dark
where the night has eyes
to recognize its own.
There you can be sure
you are not beyond love.
The dark will be your womb tonight.
The night will give you a horizon
further than you can see.
You must learn one thing:
the world was made to be free in.
Give up all the other worlds
except the one to which you belong.
Sometimes it takes darkness
and the sweet confinement of your aloneness
to learn
anything or anyone
that does not bring you alive
is too small for you.
Hintergrund
Das Gedicht findet sich auch auf seiner CD „Midlife and the great Unknown: Finding Courage and Clarity Through Poetry“, in der David Whyte über die Hintergründe und seine Gedanken zu dem Gedicht erzählt. Zum Beispiel, dass der Satz “Alles und jeder, der mich nicht lebendig werden lässt, ist zu klein für mich“ zwei Seiten enthält:
- Meine Arbeit, die Beziehung zu einem anderen Menschen, eine Unterhaltung – das alles kann so sein, dass es nicht für mich passt, dass es mich nicht lebendig werden lässt, dass es zu klein für mich ist. Und dann braucht es die Veränderung im Außen, um wieder lebendiger zu werden.
- ICH mache meine Arbeit, die Beziehung zu einem anderen Menschen oder eine Unterhaltung zu klein für mich. Dann muss ich mich fragen: „Wie mache ich es zu klein für mich? Was ist an der Art, wie ich z.B. die Unterhaltung führe, das verhindert, dass mich das Leben erreicht? Dass ich keinen Enthusiasmus spüre? Warum gibt es keine Überraschung für mich?
Übersetzung: Süße Dunkelheit
Wenn deine Augen müde sind,
ist auch die Welt müde.
Wenn dein Blick erloschen ist,
kann dich kein Teil der Welt finden.
Zeit, in die Dunkelheit zu gehen,
wo die Nacht Augen hat,
um die Ihren zu erkennen.
Dort kannst du sicher sein,
dass du nicht jenseits der Liebe bist.
Die Dunkelheit wird heute Nacht dein Schoß sein.
Die Nacht wird dir einen Horizont schenken,
der weiter reicht, als du sehen kannst.
Du musst eines lernen:
Die Welt wurde geschaffen, um darin frei zu sein.
Gib alle anderen Welten auf,
außer der einen, zu der du gehörst.
Manchmal braucht es die Dunkelheit
und die süße Geborgenheit deiner Einsamkeit,
um zu lernen,
dass alles und jeder,
der dich nicht zum Leben erweckt,
zu klein für dich ist.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Danke Dorothee Kanitz für den Hinweis auf dieses wundervolle Gedicht und den Autor





DANKE, DANKE, DANKE für diese tiefgehenden Worte am Sonntagmorgen.
Sie berühren mich sehr.🫶💖💖💖🫶
Liebe Bettina, danke für dieses newslicht. Das Gedicht ist so berührend und das Video ebenso. Meine schwere Nacht sehe ich nun mit anderen Augen. sooo schön, soo tief, soo wahr, soo inspirierend. Ich werde es mir auf den Nachtisch legen.
herzlichst
Carola
Auch von mir ein aufrichtiges von Herzen kommendes Dankeschön für diese wunderbaren Worte am Sonntagmorgen. Ich sitze hier tief berührt und tränenüberströmend, weil ich mich so gesehen und verstanden fühle in einer Welt, die so wenig Verständnis dafür hat, dass ich nachts häufig den Eindruck habe, mich voll angebunden an das Universum, energetisiert und lebendig zu fühlen, wunderbare Eingebungen und Gedanken kommen und gehen zu lassen, manchmal schriftlich im Tagebuch festzuhalten oder sie einfach wirken zu lassen. Mir fehlt dann auch am nächsten Tag kein Schlaf, sondern ich fühle mich dann wohl in mir und in meinem Leben und in Verbundenheit mit allem um mich herum und genährt und getragen vom Leben. Auch wenn die Wissenschaft den nächtlichen Schlaf für so wichtig und lebensnotwendig für die Reinigungsprozesse hält, halten mich diese nächtlichen Begegnungen mit mir und den Wundern des Lebens in einem lebendigen, bunten Leben. Danke, danke, danke!
Habt alle einen zauberhaften Sonntag!
Großartig… Freu…freu…freu…
DANKE, DANKE, DANKE auch von mir. Dadurch ist mir was deutlicher geworden. Danke für die Erinnerung!