Dorothee Kanitz

Dorothee Kanitz

Pulsierendes Leben

Leben pulsiert … im Summen eines Liedes beim Aufstehen. Leben pulsiert … in der Erwartung einer E-Mail. Leben pulsiert … im Ziehen meiner Hüfte. Leben pulsiert … unter meiner Hand auf meinem Herz. Leben pulsiert in der Flamme der Kerze…

Mitt-Winter. Die alte Mutter.

Da sitzt sie auf ihrem dreibeinigen Hocker. Vor sich das Feuer mit dem Kessel. Sie rührt. Dreimal links herum, dreimal rechts herum. Und von vorn, im steten Rhythmus. Gerade so, dass es blubbert, doch nicht überschwappt. Und nicht ansetzt, unten…

Wer bin ich, ohne Rolle/n?

Ja, wer? Was bleibt dann übrig? Ich wünschte, ich könnte dann so sein wie Morrie in „Tuesdays with Morrie“ – gütig, gelassen im Worst-Case-Szenario, immer noch liebevoll und von liebevollen Menschen umgeben, denen ich auch immer noch etwas geben kann.…

Worte und Leben

Meine Art, mich kreativ auszudrücken, ist immer das Schreiben gewesen. Doch in letzter Zeit fehlen mir die Worte. Nicht nur hier, auch die Einträge in meinen Morgenseiten werden kürzer und die Schreibwerkstatt, die ich besuche, fällt meist hintenüber (tut mir leid,…

Sommersonnenwende

Mit dem Sommerbeginn am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand, wir haben den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. (Hier in Lüneburg geht die Sonne am 21.6. um 4:51 Uhr auf und um 21:50 Uhr unter…

Gott in Beziehung – Trinitatis

Der Sonntag nach Pfingsten feiert „Gott in Beziehung“, den „dreieinigen“ Gott. Kein leichter Feiertag, oft übergangen. Auch ich fand den Tag lange Zeit schwierig, auf keinen Fall wollte ich einen Drei-Männer-Gott feiern. Doch mit „Gott in Beziehung“ kann ich etwas…

Karfreitag

Er passt nicht in den Frühling, nicht zum frischen Grün und den blühenden Sträuchern, nicht zum goldgelben Löwenzahn, der überall leuchtet. Er passt nicht zu Ostern, er passt nicht zur Aufbruchstimmung, schon gar nicht zu unseren Wünschen. Und doch ist…

Wurzeln

Wurzeln – ein Substantiv und ein Verb zugleich. Ich dachte zuerst ans Substantiv, und beim Schreiben des Wortes merkte ich, ich liebe das Verb. Ich möchte wurzeln im Leben, im reichen, wundervollen Boden meines irdischen Lebens. Wo immer ich –…