Erfolgsmodell Pay what you want

Allwetterzoo_Muenster_AktionDie Besucher des Zoos in Münster durften über einen Monat selbst bestimmen, wieviel sie Eintritt zahlen wollten. Das Ergebnis: Bester Tag im gesamten Jahr, bester Dezember überhaupt und ein Weltrekord. Die Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ initiiert durch die RWTH Aachen forderte der Allwetterzoo ab dem 1. Dezember 2012 an seine Besucher dazu auf, den Eintrittspreis selbst zu bestimmen. War schon das erste Wochenende mit 2.321 zahlenden Besuchern erfreulich, so steigerten sich die Zahlen auf 15.532 am letzten Wochenende in 2012.

Auch der Dezember insgesamt brach alle Rekorde. Mit 56.233 zahlenden Besuchern bzw. 79.095 inklusive Jahreskarten-Inhabern ist er der stärkste Dezember seit Eröffnung des Allwetterzoos im Jahr 1974. Weil die Aktion so gut anlief, wurde sie bis zum Ende der Weihnachtsferien verlängert. Und das hat sich herumgesprochen, denn vom 1. bis 6. Januar kamen noch einmal 19.617 Menschen, um Pinguin, Löwe & Co. zu sehen.

Insgesamt brachte die Aktion 75.850 Menschen in den Zoo, mit Jahreskarten-Besuchern kamen rund 85.000 Besucher in fünf Wochen! Eine beachtliche Zahl, die niemand erwartet hat! Auch in Aachen ist man überrascht und hat festgestellt, dass selbst pay-what-you-want-Aktionen in den USA niemals eine solch hohe Resonanz gebracht haben – also hat Münster den Weltrekord erzielt!

Für Marcus Kunter von der RWTH Aachen ist das keine Überraschung. Der Marketing-Experte beschäftigt sich seit zwei Jahren wissenschaftlich mit individueller Preisgestaltung. Getestet hat er das nicht nur im Museum Koenig und im Münsteraner Zoo, sondern auch in einem Restaurant und in einem Solarium. In allen Fällen waren die Rückmeldungen der Anbieter positiv. Die Kombination, die die Kunden lockt, so Kunter, heißt Fairness und Schnäppchenjagd. Grundsätzlich gilt: Wenn die Verbraucher überzeugt sind, dass sie mit ihrem Obolus eine gute Sache unterstützen, sind sie großzügiger.

Mehr Infos bei der Deutschen Welle.

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