Herbstliches Pflaumen-Zwiebel-Chutney

zwetschgenCharlotte kocht ein Pflaumen-Zwiebel-Chutney, das Blutaufbauend wirkt und uns noch durch den ganzen Herbst begleiten kann.

Zutaten:

1 kg Pflaumen
1 Zweig frische oder getrocknete (Spira)Minze
2 Zweige Majoran
1 Tl. gemischte Pfefferkörner
3 Wacholderbeeren
1 Tl. Pimentbeerenn
1-2 Lorbeerblätter
2-4 Zwiebeln oder
2 Zwiebeln mit 3 Schalotten
5-Geschmäcker-Pulver
1 El. getr. Estragon
3 Wacholderbeeren
Crema di Balsamico
Ume Su
Olivenöl
Pfeffer schwarz oder Peperoncini

Zubereitung:

Pflaumen waschen, entkernen klein schneiden (in 8tel). Mit den Kräutern und Gewürzen in einen Topf geben und mit einer Teemischung oder verdünntem Traubensaft mit Cranberry-Saft gemischt bedecken. Bei kleiner bis mittlerer Hitze köcheln bis die Pflaumen zerfallen.

In der Zwischenzeit 2 – 4 Zwiebeln, je nach Größe und ob das Chutney überwiegend süß oder mehr pikant werden soll, bzw. 5 Schalotten oder eine Mischung aus beiden bei großer Hitze mit 4-5 El. Öl scharf anbraten, so dass die Zwiebeln angeröstet sind. Dies gibt dem Chutney eine besonders würzige Note. Das scharfe Anbraten braucht volle Aufmerksamkeit. Damit die Zwiebeln nicht anbrennen, die Zwiebeln immer wieder wenden, allein am Geruch ist es möglich, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Testen Sie es, und auch gleich das ‚fliegende Wenden’, welches mit etwas Übung dem ganzen einen sportlichen Schwung gibt.

Die Zwiebeln während des Anbratens mit dem chinesischen 5-Gewürze-Pulver würzen (3 Prisen bis 1 Tl.) Das Gewürz ist in vielen Asia-Läden erhältlich und manchmal auch in Bio-Qualität in gut sortierten Bioläden. Wenn Sie mit diesem Gewürz noch nicht gekocht haben, beginnen Sie vorsichtig und schmecken Sie ab, das Gewürz entfaltet sich dominant; und da es selbst schon alle fünf Geschmacksrichtungen abdeckt, ist es auch schwer zu mildern, wenn Ihnen die Würzigkeit zu stark wird.

Also würzen mit: 5-Geschmäcker-Pulver, Pfeffer, 1 El. getr. Estragon, 3 Wacholderbeeren. Ablöschen mit etwas Balsamicoessig (crema) und ½ Tasse Ume Su. Ums Su ist ein japanischer sehr fruchtiger Essig, der aus der Umeboshi-‚Pflaume’ hergestellt wird. Diese sogenannte Pflaume ist in Wahrheit eine Aprikose. Dieser sehr fruchtige Essig wird bei der Herstellung der Umeboshi-‚Pflaume’ gewonnen. Die Ume-Aprikose wird sauer eingelegt und fermentiert. Durch das Fermentieren reichert sowohl die Frucht als auch die Flüssigkeit Mineralien und hauptsächlich B-Vitamine an, weshalb ich Ume Su in der täglichen Küche nur empfehlen kann.

Zuletzt das ganze zusammenrühren, ordentlich pfeffern oder mit Peperoncini schärfen je nach Ihrem Geschmack.

In ausgekochten Gläsern abgefüllt sollte das Chutney gut 2 – 3 Monate haltbar sein. Die Gläser müssen allerdings ganz sauber sein, sonst kann das Chutney kippen.

Hintergründe:

Ume Su: Umeboshi-Früchte werden zur Fermentierung über ein Jahr in Salzwasser mit Shiso-Blättern eingelegt. Das dabei entstehende Filtrat, in dem über die Fermentierung sich Vitamine und Mineralien angereichert haben, ist das fruchtig-saure UME SU. Wie die Aprikose selbst wird es in China und Japan zur Anregung und Harminisierung der Magen- und Darmtätigkeit eingesetzt. Mit dem sauren Geschmack vermag Umeboshi und damit auch Ume Su ‚Säfte hervorbringen’, also den Körper wie z.B. die Schleimhäute physiologisch zu befeuchten, das Blut zu mehren. In der chinesischen Diätetik wird Umeboshi außerdem eingesetzt, um Husten zu stillen und Durchfall zu beheben. Es hat zudem eine antiparasitische Wirkung. Ein echtes Heilmittel also.

Dass die Aprikose als Pflaume bezeichnet wird scheint auf einen Übersetzungsfehler hinauszulaufen, vielleicht auch auf eine ungenaue Botanische Zuordnung des Pflanze, die zur auch bei uns weit verbreiteten Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Prunus mume, chinesisch ‚mei’ steht aber der Aprikose näher als der Pflaume, wie auch das Botanische Institut in Hamburg bestätigt.

Die 5-Gewürze-Mischung besteht aus: Anis, Fenchel, Pfeffer, Zimt, Ingwer und ist eine taditionelle chinesische Würzmischung

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