Slow TV


Das Fernsehen entdeckt die Langsamkeit. Aus Norwegen kommt das Phänomen „Slow TV“: Fernsehen, das die totale Entschleunigung zum Programm hat, und dennoch alle Zuschauerrekorde schlägt. Und das zur besten Sendezeit.

Fernsehen als Erlebnis in Echtzeit: die Entstehung eines Strickpullis, eine Bahnfahrt durch die Landschaft, eine mehrtägige Schiffspassage durch die Fjorde – epische Reportagen, die stundenlang dauern, in denen aber nur wenig geschieht, und das so langsam wie im echten, „langweiligen“ Leben. Wider Erwarten ist genau das der neuste Renner im norwegischen Fernsehprogramm. Zugfahrten, Lachsfischen, Holzhacken oder einen Strickwettbewerb, bis zu 18 Stunden lang. Die 134-stündige Hurtigruten-Fahrt war die längste TV-Sendung aller Zeiten. 3,2 Millionen Zuschauen waren dabei. Im Mai folgt eine 24-stündige Übertragung einer Geschichtsvorlesung zum Jubiläum der norwegischen Verfassung.

Programmleiter Rune Møklebust: „Ein Grund, warum man Slow TV sehen will, liegt darin, dass wir anders sind als alles, das sonst im Fernsehen gezeigt wird. Der Rhythmus des konventionellen Fernsehens wird immer schneller. Da bieten wir Entspannung und Authentizität. Wir zeigen, was wirklich gerade jetzt passiert, ungestellt und ungeschnitten. Wir machen wortwörtlich Reality TV.“

Das ganze Interview bei sfr hier lesen.

Hurtigrutenslowtv

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