Wo Frau Holle lebt

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Der Hohe Meißner ist Hausberg der Frau Holle. Der Frau Holle-Teich gilt als Eingang in ihr unterirdisches Reich. Der Sage nach ist er unendlich tief und von dort unten, aus Frau Holles silbernem Schloss, soll zuweilen Glockengeläut ertönen, das freilich nur „Sonntagskinder“ hören können. Eine wunderschöne Holzskulptur lässt den Mythos im Naturpark Kaufunger Land lebendig werden.

So vielfältig wie die Geschichten um Frau Holle sind, so vielfältig sind auch ihre Erscheinungsformen, von denen auf den folgenden Seiten berichtet wird. Mal erscheint sie gütig, belohnend, segensreich und helfend, mal strafend und wild. Mal ist sie ein junges, venusgleiches Wesen, mal Mütterchen oder gar langnasige und großzähnige Alte mit verworrenem Haar.

Für die 315 cm hohe Holzskulptur wählte man die Version der jungen schönen Frau, die sich der Sage nach badend aus dem Frau-Holle-Teich erhebt. 2004 arbeiteten Holzkünstler Viktor Donhauser und sein Sohn Ilja ihre Vorstellung von weiblicher Schönheit aus einer alten Ulme zum Bild von Frau Holle heraus. Das Kissen wurde als Attribut an das bekannte Volksmärchen Frau Holle hinzugefügt. Der Respekt an den Mythos Frau Holle gebietet, dass die Skulptur nur vom Ufer aus betrachtet und nicht angefasst werden soll.

Das „Frau-Holle-Märchen“ der Brüder Grimm ist das bekannteste Märchen der Weltgeschichte. 1812 wurde es in den „Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“ veröffentlicht. Hier mehr zum Mythos der Frau Holle.

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