Rücklicht: Sir Nicholas Winton

impossible Wenn etwas nicht unmöglich ist, muss es eine Möglichkeit geben, es zu tun. Das war das Motto von Nicholas Winton. Dezember 1939, nach dem Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei wird der 30-jährige Börsenmakler Zeuge von Fluchtversuchen jüdischer Familien. Tief berührt von der Verzweiflung der Familien, insbesondere der Kinder, denen der Abtransport in Konzentrationslager und damit der sichere Tod droht, beschließt er zu helfen:

51p8vOSjB-L._SY344_BO1,204,203,200_Er organisiert Kindertransporte von Prag durch Hitler-Deutschland bis nach Großbritannien. Dort warten dank seines persönlichen Engagements britische Gastfamilien und Heime auf die Flüchtlinge. 669 Kindern rettet Nicholas Winton so das Leben.
Fast 50 Jahre lang schweigt er über das Geschehene. Nur durch Zufall entdeckt seine Frau Ende der 80er Jahre beim Aufräumen des Speichers sein Notizbuch mit detaillierten Aufzeichnungen von damals. Ohne sein Wissen kontaktiert sie das Britische Fernsehen und organisiert ein erstes „Familientreffen“: In einer live ausgestrahlten Fernsehsendung begegnen sich erstmals Nicholas Winton und einige der von ihm geretteten Kinder, die inzwischen längst erwachsen sind. Ihnen war bis dahin nicht bekannt, dass sie ihr Leben nicht dem Roten Kreuz, sondern diesem einzelnen Menschen verdanken.

2014 veröffentlicht seine Tochter Barbara Winton das Buch If It’s Not Impossible…: The Life of Sir Nicholas Winton. Im Juli 2015 verstirbt Winton im Alter von 106 Jahren.

Danke für den Impuls von der facebook-Seite Meine Nationalität: Mensch

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