Jede Minute Meditation zählt

Von Martin Boroson. Eines Morgens saß ich bei meiner üblichen dreißigminütigen Meditation, fest entschlossen, ganz still zu sitzen, den Blick nach unten gerichtet, und zwar die ganzen dreißig Minuten lang. Doch an diesem speziellen Morgen fand ich einfach keine Ruhe, meine Gedanken rasten nur so dahin und die Zeit schien im Schneckentempo zu vergehen. Ich glaubte schon, ich hätte vergessen, den Wecker zu stellen, und würde nun stundenlang so dasitzen müssen. Jedenfalls fühlte es sich genau so an. Ich hätte zu gern auf die Uhr geschaut. Viele Male. Doch ich war entschlossen, still zu sitzen, und wollte dem Drang einfach nicht nachgeben. Und dann gab ich doch auf.

Ich sah zur Uhr und stellte fest, dass ich keineswegs vergessen hatte, den Wecker zu stellen. Eine Minute hätte ich noch ausharren müssen. Das hieß also, dass ich neunundzwanzig Minuten darauf verwendet hatte, zu überlegen, ob nicht doch schon dreißig Minuten vergangen waren. Enttäuscht dachte ich: „Jetzt, wo nur noch eine Minute übrig ist, kann ich eigentlich gleich aufhören für heute.“

Und dann traf es mich wie der Blitz: „Was ist verkehrt an einer einminütigen Meditation? Was habe ich in dreißig Minuten zu erleben gehofft, was ich nicht auch in einer Minute erleben könnte?“ Ich beschloss, noch einmal zu beginnen, von Anfang an. Ich beschloss, solange zu meditieren, wie noch Zeit übrig war. Ich beschloss, eine Minute lang zu meditieren … dafür aber mit vollem Einsatz.
Von diesem Augenblick an begann sich mein Verhältnis zur Zeit zu verändern…

Zur Person: Martin Boroson steht für eine neue Generation von Meditationslehrern. Der gebürtige New Yorker hat Philosophie und Wirtschaft studiert und sich viele Jahre mit Transpersonaler Psychologie und Zen beschäftigt. Er arbeitet heute in den USA als Organisationsberater und Seminarleiter. Das Buch One Moment Meditation ist im Kamphausen Verlag erschienen.

Posted in Lichtübung Getagged mit:
  • Mylene Alt

    Meditieren mit vollem Einsatz? Hört sich nicht grad entspannt an.

Weihnachten ist keine Jahreszeit. Es ist ein Gefühl.

Edna Ferber

Foto Lichterglanz mit Orbs: Monika Kirschke

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22.12.2014 um 06:12 Uhr

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Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen trotzdem genehmigt. Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt. Hier unterschreiben und unterstützen.

21.12.2014 um 23:12 Uhr

Rücklicht: Udo Jürgens

Gerade hat er noch seinen 80. Geburtstag gefeiert, jetzt ist er ganz schnell gegangen: Udo Jürgens – viel mehr als ein Schlagersänger. Ein schöner Nachruf in der SZ.

Foto: Screenshot Udo Jürgens website

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20.12.2014 um 06:12 Uhr

Horoskop 2015

Luisa Francia hat schon ihr Horoskop 2015 online gestellt: “2015 wird also sicher ein Jahr der Neuorientierung für alle, die die Zeichen der Zeit zu lesen verstehen. Neue Herausforderungen erfordern neue Vernetzungen. Geld ist nicht mehr was es mal war….Das Thema des Jahres könnte lauten: gemeinsam Visionen spinnen, Resourcen teilen, gemeinsam feiern, träumen und neue Wirklichkeiten erschaffen. Empfindlichkeiten ablegen – die Zeit wird rauer.”

Foto. Luisa Francia

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