Die Kraft der Musik

Foto: Drum Cafe

Von Matthias Jackel. Wir können nicht ändern, was uns geschieht. Aber wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren und wir können stets die Kraft nutzen, wenn Menschen in die Verbindung gehen. Musik kann in kritischen Phasen ein angemessenes Medium sein, um Menschen zu helfen.

Denn wir nutzen Musik, um Menschen in Verbindung zu bringen. Mit sich und ihrer Umgebung. Mit den subtilen Effekten, die sich daraus ergeben, lässt sich konstruktiv Arbeiten.

Was brauchen Menschen und/oder Mitarbeiter in einer Krisensituation am meisten? Es gibt Gefühle des Erschreckens. Passivität ist da die denkbar schlechteste physische Reaktion. Es empfiehlt sich, in die Bewegung zu kommen, den Körper zu integrieren, Stress abzubauen, die anderen Menschen im Raum zu spüren und sich mit ihnen zu verbinden. Es gilt den Teilnehmern Zuversicht zu vermitteln, dass sie auch mit großen Herausforderungen umgehen können und diese gemeinsam meistern. Die Menschen brauchen ein Gefühl dafür, dass Veränderung ein Teil des Lebens ist und nicht bedrohlich. Ja, dass es sogar unbedingt erforderlich ist, bestehende Systeme in Frage zu stellen, um Entwicklung zu ermöglichen. Sie müssen erkennen, dass die Kraft zum Stemmen von Herausforderungen aus der Qualität der Gemeinschaft kommt und dass dies in der Verantwortung jedes Einzelnen mit seinem persönlichen Beitrag liegt. Und all dies sollte nicht durch eine Frontalpräsentation erfolgen, in der ich als Teilnehmer konsumiere, sondern am realen Erlebnis eines gemeinsamen Erfolges festgemacht werden.

Mit den Menschen zu trommeln deckt all diese Anforderungen perfekt ab, wenn es richtig gemacht wird. Es kitzelt die Menschen aus ihrer Komfortzone, ohne sie zu überfordern. Unsere Methode stellt eine Überraschung dar und erzeugt ganz bewusst Skepsis. Eine Skepsis, die auch Entscheider unserer Kunden spüren und daher das Trommeln in Frage stellen. Es ist also wenig überraschend. Diese kritischen Gefühle jedoch in ein Erfolgserlebnis zu führen und mittels unserer Moderation in konstruktive Erkenntnisse zu wandeln, ist der Schlüssel für teils transformative positive Veränderungen in den Menschen. Ob Manfred Spitzer, Gerald Hüther oder Oliver Sacks und wie sie alle heißen, die Neurobiologie bestätigt eindrucksvoll die positiven Effekte und deren Wichtigkeit, ohne dass ich das jetzt näher ausführen möchte. Nur ein Aspekt davon: Neuroplastizität ist der Fachausdruck für neueste Erkenntnisse, wie sehr das Gehirn sich massiv wandeln kann, was eine Grundvoraussetzung ist, um mit Veränderung umzugehen. Dazu erfordert es Training und die Aktivierung sonst nicht miteinander in Verbindung stehender Hirnbereiche. Musik zu machen aktiviert mehr Zonen im Hirn gleichzeitig als jede andere Tätigkeit. Nur einer von vielen wissenschaftlichen Belegen für den Sinn unseres Ansatzes, die Menschen über Rhythmus zu erreichen.

Was wir tun erscheint wie Entertainment. Doch damit bauen wir nur Schwellenängst ab, um anschließend den Menschen zu ermöglichen, sich und das Leben zu begreifen.

Matthias Jackel

Zur Person: Matthias Jackel ist Motivationstrainer und Musik-Coach für Unternehmen. Seit 10 Jahren coacht er Führungskräfte und Unternehmen speziell mittels Musik. Seiner Überzeugung nach ist Musik ein wichtiger Schlüssel zur Bewältigung unserer Herausforderungen in der Gemeinschaft: „Ich habe gelernt und in meiner Arbeit umgesetzt, dass musikalisches Zusammenspiel Menschen in eine solche Gemeinschaft versetzt. Es ist eine perfekte Metapher für Führung, Teamarbeit und Kooperation und damit ein ideales Vehikel, um diese zu trainieren. Alle meine Projekte wurzeln in der Macht des Rhythmus und der Musik.“ Mehr hier.

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