Das neue WIR

Foto: Nick Fewings/ unsplash

Von Katharina Sebert. Wir sind EINS und verbunden. Alle und alles, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind. Derzeit sind wir Zeug*innen der Geburt eines neuen WIR. Auch wenn es augenscheinlich und oberflächlich betrachtet sehr viel eher nach Kampf und Gegeneinander aussehen mag, nach Einschränkung all dessen, was ein Wir überhaupt ausmacht, wird es genau dadurch und inmitten all dessen geboren: In unser aller Herzen, dort wo die Urquelle in uns allen wohnt, der Große Geist der Liebe und die Blume des Lebens.

Wie im Märchen

Wie in Märchen, steht zu Beginn des großen Wunders, aus dem die Held*in in ihrer wahren Größe, Medizinmacht und Kraft hervorgeht, eine Herausforderung, die so umfassend ist, dass es auch sein könnte, dass alles misslingt, dass die Hauptfigur ebensogut an all den Hindernissen und Hürden scheitern könnte, die ihr begegnen.

Doch sie wächst an jeder Station, sie meistert sie und vertieft ihre Fähigkeiten, kommt dadurch erst zu wahrer Blüte, weil sie unter Beweis stellen kann, dass sie den Prüfungen gewachsen und ihrer würdig ist. Eine Herausforderung nach der anderen führt alles zu immer noch größerer Entfaltung ihrer Medizin, bis sie zuletzt in ihrer ganzen und wahren Größe, Schönheit, Liebe, Weisheit und Würde steht und gezeigt hat, dass der Weg das Ziel war.

Initiation in wahres Menschsein

Dies ist gerade unser aller individuelle und damit kollektive Initiation und Reise in wahres Menschsein: Das ursprüngliche WIR mit uns und allen Wesen, das wir schon lange verloren und hinter uns gelassen haben, um es nur noch auf diejenigen anzuwenden, die mit uns verwandt, verschwägert oder freundschaftlich verbunden sind – und selbst dort vielleicht nur zähneknirschend, haben wir längst nicht mehr gelebt.

Wir haben es eingetauscht gegen das fade und faul schmeckende Wir der Gewinner über andere, gegen Wettbewerb, Konkurrenz, Machtkampf und Gegeneinander. Und weil innen wie außen, oben und unten sowie das Kleine immer auch das Große widerspiegelt und umgekehrt, haben wir nicht nur andere und anderes bekämpft und bekriegt, sondern auch uns selbst. Wir sind aus der All-Ein-Heit mit allem und allen und zum Wohl aller Wesen herausgefallen und mitten in Leid hinein.

Wenn neue Welten geboren werden

All das erfährt jetzt in der Sterbestunde des patriarchalen Kriegszeitalters eine Klimax, wie sie nicht spannender in einem Actionfilm inszeniert sein könnte: Jegliche Form von Wir wird verboten, mit Strafen belegt und von Staats wegen verfolgt. Es wird auf allen Ebenen gekämpft und wie in der Geburt eines Kindes gibt es nur eines, was wirklich dient:

Hingabe, Einverstandensein und Liebe. Stille, Atmen und Fokus auf das WESENtliche, das was unser wahres Wesen und unsere Essenz ausmacht. Sie machen das Herz, den Geist, die Gefühle und den Körper weich und weit und das Kind kann sanft geboren werden. Wir gebären uns selbst neu und zugleich in unsere uralte und schon immer gedachte Wahrheit unseres Menschseins.

Wer in sich lauscht, nimmt wahr, was wirklich, wahrhaftig und wahr ist neben dem lauten und schrillen, machtdemonstrierenden und panischen Getöse der Welt und es ist wie in der chinesischen Redensart: “Ein Baum, der in einem Wald umfällt, macht eine Menge Lärm. Eine Million Bäume, die wachsen, hört niemand.”

Das Kartenhaus fällt einfach ab

Beim Lauschen nach innen entdecken wir etwas ganz Schlichtes: Die Erkenntnis, dass man zwar versuchen kann, uns zu trennen und zu spalten, uns zu dominieren und zu zerstören, und wir uns einfach entscheiden können, ob wir mitmachen oder nicht. Als Jugendliche liebte ich den Spontispruch “Stell dir vor es ist Krieg und keine*r geht hin.” Er ist so aktuell wie selten zuvor.

Der freie Wille, der uns Menschen gegeben ist, ist das gnadenvolle Geschenk, das wir in dieser Zeit jetzt – in der uns vom Leben so intensiv wie nie zuvor gespiegelt wird, ob wir uns gerade auf die Wahrheit ausrichten oder nicht – ganz bewusst erinnern und einsetzen dürfen.

Aus einem weltweiten und individuellen Kerker der Angst wird mit einem Mal ein äußerst wackeliges Kartenhaus, das durch die sich ausdehnende Liebesschwingung einfach von uns abfällt und sich als pure Illusion erweist, der wir geglaubt hatten, sie sei wahr, weil sie so laut und omnipräsent war.

Wahrheit erschafft Friede

Richten wir uns auf die Wahrheit aus, die EINE große Wahrheit der LIEBE, die Urquelle, aus der alles kommt und ihre tausend Facetten, antworten unsere Gefühle mit Wohlbefinden, Entspannung und Weite. Richten wir uns auf die Illusion des Mangels, der Angst und Abwehr aus, erschaffen wir uns eine finster-feindselige Welt, in der überall Gefahren lauern. Wie entscheidest du dich? Das ist die alles entscheidende Frage, die du täglich vieltausendfach in deiner ganz eigenen Weise und dir innewohnenden Weisheit beantworten kannst.

Das lebendige Leben antwortet IMMER und ÜBERALL mit Lebendigkeit, mit Liebe, Mitgefühl und Friede, mit Schönheit, Verbindung und Miteinander, mit Freude, Kreativität und Fülle. Jetzt ist die Zeit, in welcher wir uns der VerANTWORTung bewusst werden, welche Antwort wir in und für diese Welt sein wollen, welche Gegenwart und Zukunft wir für uns und alle Wesen erschaffen wollen und welche Medizinmacht wir in uns tragen, um diejenigen zu sein, die die heilsame Veränderung SIND, die die Welt braucht. Die Geburt findet in uns statt und damit im großen Ganzen.

Und so trägt die derzeitige Situation mit allem und allen dazu bei, dass sich genau dadurch unsere Sehnsucht nach Nähe, Freundlichkeit, Verbundenheit und Verbindung, nach Güte, Mitgefühl, Menschlichkeit, Miteinander, Schönheit, Liebe, Zärtlichkeit und Gemeinschaft – nach wahrem Menschsein – zunimmt, weitet und vertieft.

Das Heilige hüten: Das neue WIR

Das neue Wir ist EINE Welt ALLER Wesen. Was ist deine Antwort, wenn dir erzählt wird, wer die ‘Bösen’ und das ‘Böse’ seien, die du bekämpfen sollst und musst? Wie antwortest du? Wie BIST und LEBST und VERKÖRPERST du die Antwort darauf? Das ist die alles entscheidende Frage. Stell dir vor, es ist Krieg und du gehst nicht hin. Solange unser WIR nicht alles und alle umfasst, ist es keines. Punkt.

Ich danke dir und uns allen, die wir uns für Friede entscheiden, für Liebe in einer Welt, die in Angst unterzugehen droht, für die Geburt und die lebendige Verwirklichung wahren Menschseins, für das Erinnern unserer Wahrheit und die Rückkehr des alten Wissens. In Liebe, Katharina***

P.S. Auf dieser unserer individuell wie auch kollektiv immens herausfordernden Held*innenreise brauchen wir viel Seelen-, Herzens- und Mutterbodennahrung, deshalb biete ich dir auf meiner Webseite viele Möglichkeiten zur täglichen Anwendung, Stärkung und Erinnerung. Klicke dafür HIER und scrolle nach unten. Nimm dir Zeit für all die Geschenke und wähle diejenigen, die dich am besten unterstützen und nähren. UND: Wende sie an. Täglich.

Katharina Sebert

Zur Autorin: Katharina Sebert ist Wegbegleiterin, Seminarleiterin, Autorin und Gründerin des Zentrums für Tiefenheilung ‚In guten Händen‘ (www.in-guten-Haenden.com). Sie bietet Kreise, Ausbildungen und Urmuttercamps für Frauen an und bildet Frauen zu Kreisleiterinnen aus. Sie versendet monatlich einen kostenlosen Inselbrief und bietet das Kartenset ‚Auf meinem Medizinpfad‘ an. Katharina Sebert hat die Urmutter-Methode® entwickelt und begleitet Menschen telefonisch und aus der Ferne. Des Weiteren ist sie Kreiskoordinatorin und Mitglied des Wisdom Councils von Gather the Women Global Matrix™, einer weltweiten Schwesternschaft von Frauen, die gemeinsam für eine friedvolle, verbundene und lebensunterstützende Welt ein- und aufstehen. – Ich freue mich auf dich: Katharina@in-guten-Haenden.com

 

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3 Kommentare zu “Das neue WIR
  1. Avatar Michael Pape sagt:

    Liebe Katharina,
    Völlig richtig, wir haben immer die Wahl. Leider erinnern wir uns oft nicht daran. Vielleicht aber auch, weil die Bereitschaft fehlt die möglichen Konsequenzen in der physischen Welt zu ertragen und zu akzeptieren.

    Ich wünsche ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    • Ich danke dir für deine Segenswünsche, lieber Michael, und weiß um die Furcht vor Veränderung und die Gnade, die geschieht, wenn wir uns dem Fluss des Lebens anvertrauen. Es braucht Mut, uns für Unbekanntes zu entscheiden, und es kostet uns alle Lebendigkeit, Freude und Energie – und letztlich die Gesundheit und das Leben – wenn wir festhalten an längst Überkommenem. Deshalb: Lasst uns alle freudig und zuversichtlich für das entscheiden, was dem Leben dient und dem Wohl aller Wesen. Es lohnt sich vieltausendfach und auf allen Ebenen. Gnade ist die Frucht von Vertrauen. ALOHA und ganz und gar wundervolle Weih- und Mutternachtstage und Raunächte für uns alle und ein neues Jahr voller Segen für alle Wesen. Allerherzlichste Grüße, Katharina***

  2. Avatar Björn S. sagt:

    Ein großartiger Beitrag! Wahrhaftig und auf den Punkt. Ich hatte Sie in den Newslichtern schon vermisst, liebe Frau Sebert. Schön, mal wieder von Ihnen hier zu lesen. Danke!

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