Das Wunder von Wörgl

Wie man dem System die Macht entzieht. Eine alte, wahre Geschichte als aktueller Wegweiser! In Tirol ist 1932 die Weltwirtschaftskrise auf ihrem Höhepunkt, radikale politische Bewegungen entstehen. In der kleinen Gemeinde Wörgl akzeptiert der Lokführer Michael Unterguggenberger wider besseren Wissens das Bürgermeisteramt. Urs Eggers Film erzählt die Geschichte eines damit beginnenden gewagten Geld-Experiments.

Inmitten der Weltwirtschaftskrise herrscht Arbeitslosigkeit und  Geld, um den Lohn auszuzahlen, ist Mangelware. Die Folge: Hungersnot und Armut in der Bevölkerung. Doch diese Umstände erscheinen Unterguggenberger absurd, denn Arbeit und Lebensmittel gibt es eigentlich genug – nur kann sie sich niemand leisten.

Warum also nicht einfach eigenes Geld drucken?

So abwegig der Vorschlag dem zerstrittenen Gemeinderat zunächst scheinen mag: In Ermangelung anderer Ideen erwägen sie zumindest einen testweisen Versuch. Nur als Geld darf das neue Zahlungsmittel nicht bezeichnet werden, das wäre ein grober Verstoß gegen das Währungsmonopol der Nationalbank. Unterguggenberger gibt seine sichere Stelle als Lokführer auf und finanziert von der Abfindung den ersten Druck der neuen Währung – die sogenannten Arbeitsbestätigungsscheine. Nun gilt es verschiedene Parteien zu überzeugen: Erstens müssen die Arbeiter das von Wörgl gedruckte Geld als Lohn ihrer Arbeit akzeptieren und zweitens müssen die Ladenbesitzer die Scheine als Zahlungsmittel annehmen. Gegen alle Skepsis und Widerstände auch seitens des eigenen Sohns und trotz sich immer weiter ausdehnender radikaler politischer Gruppierungen gelingt es Unterguggenberger nach und nach, Menschen für seinen Plan zu gewinnen – die Gemeinde baut sich neu auf, die Wirtschaft beginnt zu florieren.

Während selbst Bürgermeister umliegender Städte dem Beispiel folgen wollen, haben sich die Wörgler einen sehr mächtigen Feind gemacht: das Bankwesen. Unterguggenbergers Unterfangen soll gestoppt werden, alle Verantwortlichen ins Gefängnis wandern. Wie es weitergeht schau selbst.

Hier die Dokumentation dazu

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