Scheitern als seelische Bewegung

Bild von Layers auf Pixabay

Von Regina Tamkus. Als ich mein Himmelfahrtseminar zum Thema Rumpelstilzchen – Scheitern ausgeschrieben habe, war nicht abzusehen, was wir jetzt erleben. Im gewissen Sinne gibt es ein Scheitern auf vielen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens.

In jedem Fall sind wir wohl in einem tiefen Ausmaß persönlich konfrontiert mit dem Scheitern der Haltung, dass wir alles im Griff und unter Kontrolle haben und alles machen können, was wir nur wollen, wenn wir uns genügend anstrengen – ich kann Stroh zu Gold spinnen!

“Es ist groß wenn Du bekommst, was Du willst,
doch größer ist, das zu wollen, was Du bekommst”

Ich weiß nicht, von wem diese Aussage ist, und ob sie korrekt wiedergegeben ist. Die Tiefe der Weisheit darin begleitet mich seit einigen Jahren und hat mich ermutigt das Seminar anzubieten. Es dient dem Erkennen, Verstehen und gütigen Annehmen der angestrengten Identität aus den frühen Bindungserfahrungen und dem Finden dieser heilsamen und getragenen Hinbewegung zu sich selbst: anzuerkennen, was wahr ist: “Ich kann kein Stroh zu Gold spinnen” weder in privaten Beziehungen, noch im beruflichen Leben.

Aktuell mußte ich hin und her überlegen, ob ich das Seminar absagen soll, wegen der Kontaktregelungen. Doch ich finde, dass dieses Thema zur Zeit fast erschreckend aktuell ist und deshalb möchte ich es zur Verfügung stellen!

Ich habe überlegt, wie es gehen könnte. Da ich nicht weiß, wie die Kontaktbestimmungen bis Himmelfahrt sein werden, möchte ich mir und denen, die das Seminar brauchen können, auch die Möglichkeit eröffnen, es unter Umständen als Online-Seminar anzubieten.

Die ganze inhaltliche Ausschreibung hier

Wer sich angesprochen fühlt und auch das Nichtwissen noch etwas mitträgt in welcher Form das Seminar gehalten wird, den bitte ich um Anmeldung bis zum 15. Mai 2020.

Rückfragen hier regina.tamkus(at)erosundpsyche.net
oder per Telefon unter 030 64 09 45 26

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Ein Kommentar zu “Scheitern als seelische Bewegung
  1. Avatar Claire sagt:

    Danke, ein zentrales und bisher wie mir scheint wenig repräsentiertes Thema. Weil Maßstäbe oft sind Erfolg, sich Zeigen, Leistung, zwanghafte Steigerung im Außen. Kreative, spielerische Ansätze, die nicht zielorientiert sind, das bedingungslose Würdigen des Lebens, unseres Seins und der Prozesse, die wir durchlaufen, das reine Spüren und Erfahren – also auch, wenn unsere Erwartungen und Zielorientiertheit, die Bedingungen unseres Selbstverständnisses unserem Frieden und Wohlsein, unserer Kreativität und Lebendigkeit ein Bein stellen – das ist schon kostbar zu integrieren und den Schatz daraus zu heben. Das braucht’s schon für Klarheit, Mut und Vertrauen, bedingungslose Selbstliebe…
    Mir war lang nicht bewusst, daß darin Lebenskunst fußt: nicht im Siegenwollen und -müssen sondern in der Annahme des Scheiterns. Denn Scheitern tut nur das Ego, und wo das an seiner Grenze zerschellt stehen wir an der Schwelle zum Selbst-Sein.

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