Die Spirits in den Rauhnächten

Foto: Evelin Rosenfeld

Die 12 Nächte, die sich an den Sonnenwendtag am 21. Dezember anschließen, nehmen das erste Licht des kommenden Jahres auf und künden uns vom Neuen. Noch sind die Nächte lang, draußen gibt es nichts zu tun – unsere inneren Antennen sind aktiv und erlauben uns in der Stille der langen Nächte besondere Einsichten.

Die Bräuche zur Rauhnacht stammen aus einer Zeit, in der die Familie schon seit Wochen im zugigen Haus eingepfercht war, die Vorräte fast aufgebraucht und der Schnee sie vom Rest der Welt abschnitt. Die Winterstürme wüteten – unsere Vorfahren sprachen von der „Wilden Horde“ – und der Zugang zu den Anderwelten war weiter geöffnet, als zu anderen Zeiten im Jahr. So etablierte sich das Brauchtum, diese Nächte zur Vorschau in die kommenden Monate zu nutzen – jede Nacht ein kommender Monat, der Reihe nach.

Die Träume wurden sorgfältig aufbewahrt und dienten als Ratschlag und Hinweis, auf das, was da kommen mochte.

Auch ich nutze diese Nächte gerne, um in das Kommende hineinzusehen, zu greifen, was ansteht und wohin ich meine Aufmerksamkeit zu richten habe. Und natürlich lasse ich mich dabei von den Spirits begleiten.

Die Energetik der Jahreszeiten

Dabei mache ich mir den Zusammenhang der jeweiligen Pflanze mit den jahreszeitlichen Qualitäten zunutze. Die TCM mit ihren Fünf Wandlungsphasen beschreibt ja grundlegende energetische Qualitäten, die in einer besonderen Ordnung ineinander übergehen und einander beeinflussen. Diese Qualitäten finden sich in jedem Phänomen – seien es Körper, Psyche, Gruppenentwicklungen – oder eben auch die Jahreszeiten. Die aufsteigende Energie des Holzelements geht über in die chaotisch-dynamische Phase des Feuerelementes. Dieses, wenn es sich „ausgetobt“ hat, geht natürlicher Weise in eine sinkende, sammelnde Energie über – das Erdelement – verdichtet sich mehr und mehr im Sinne des Metallelements, wo es Struktur und Masse aufbaut. Und da auch dies dem Wandel unterworfen ist, folgen auf die Verdichtung des Metalls die Auflösung und das Fließen des Wasserelements, das sich letztlich wieder auszurichten und zu heben beginnt (Holz).

Diesen Zyklus können wir auch in den Jahreszeiten beobachten:
Aus der Leichtigkeit und der „hebenden“ Energie des Frühlings (Holz) resultiert die überflutende Lebendigkeit des Sommers (Feuer), die nach und nach Früchte bildet und Fülle manifestiert (Spätsommer), sich sammelt, auf das Wesentliche reduziert in der Samenbildung bis hin zur winterlichen Erstarrung (Metall) – bis endlich, endlich das Eis taut und das Wasser wieder zu fließen beginnt (Wasser).

Orakeln mit den Spirits

Wenn ich mich nun also in die Rauhnächte begebe, um Monat für Monat des kommenden Jahres zu erspüren, lasse ich mir von den Spirits helfen.
Die Heilpflanzen betonen – jede für sich – eine der fünf Wandlungsphasen besonders deutlich und können so eine qualitative Brücke in die jeweilige Jahreszeit bilden. Und so sind meine Rauhnächte von diesen Spirits begleitet:

Dabei räuchere ich auch reichlich und gerne. Auf die Grundräucherung mit Salbei gebe ich dann – je nach Bedarf – einen von Aditis zauberhaften Knastern: Traumkraut, Sternenstaub und Lichtbrise.

Ich bin gespannt, wie deine Erfahrungen mit diesen Begleitern sind. Berichte gerne !

Und wenn das Rad nicht allzu langsam dreht, muß auf diese heftigen Metalljahre 2020 und 2021 nun ein zauberhaft verspieltes, fließendes Jahr 2022 folgen … Ich hoffe es sehr für uns alle !

Anmerkung der Redaktion: Bei den newslichter verfolgen wir die Zählweise der 12 Rauhnächte ab dem 25.12. bis zum 6.1.. Die Impulse von Evelin sind aber einfach übertragbar.

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3 Kommentare zu “Die Spirits in den Rauhnächten
  1. Annette sagt:

    Danke liebe Evelin, welch wundervolle Anleitung und Werkzeuge, ich freue mich schon darauf sie zu nutzen.

    Herzensgrüße Annette

  2. Wim Lauwers sagt:

    Danke Evelin.

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