TV-Tipp: Unhappy

Lesezeit 1 Minute –


Wie lässt sich ein glückliches Leben führen? Die Autorin und notorische Zweiflerin Ronja von Rönne begegnet Menschen, die spannende und überraschende Antworten darauf haben. Wer kann sie überzeugen? Ein Format über das Zeitgeist-Thema Glück. Im ersten Teil triftt Ronja trifft zwei Menschen, für die der Umgang mit Zeit ein Schlüssel zum Glücklichsein ist – auf sehr unterschiedliche Art und Weise.

Schwester Katharina lebt in einem Kloster am Starnberger See. Sie hat sich vor 15 Jahren von unserem modernen Zeitverständnis verabschiedet und ihren Job als Bankerin aufgegeben, um ins Kloster zu gehen. Wie wichtig ist es ihr, sich ihre Zeit nach einer vorgegebenen Tagesstruktur einteilen zu können? „Mir tut Verlässlichkeit und Klarheit gut“, sagt sie. Aber wie fremdbestimmt sollte man in seiner Zeitgestaltung sein? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Glück, Zeit und Ewigkeit?

Jean-Remy von Matt war für Jahrzehnte Deutschlands erfolgreichster Werber. Seine Kampagnen kennt jeder, zum Beispiel „Bild dir deine Meinung!” oder „Geiz ist geil!” Aus dem Carpe-Diem-Gedanken heraus hat Jean-Remy von Matt eine Lebenszeituhr kreiert, die die verbleibenden Sekunden bis zum Lebensende herunterzählt. „Sie soll bewusst machen, dass Zeit verrinnt – mach was draus!“ Ist es gut, dass unsere Zeit begrenzt ist?

Wissenschaftliche Antworten darauf geben drei Expertinnen und Experten: Judith Mangelsdorf, Professorin für positive Psychologie, der französische Soziologe und Philosoph Frédéric Lenoir und die Neurowissenschaftlerin Miriam Sebold.

Die ganze 10teilige Serie auf arte

https://www.arte.tv/de/videos/RC-024376/unhappy/

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Ein Kommentar

  1. Die Schwester zitiert eine Zeile aus einem Gedicht von Paul Roth:

    Türen
    Ein jedes Ja ist Wagnis und verlangt ein Ziel
    Du kannst dir nicht ein Leben lang
    die Türen alle offen halten,
    um keine Chance zu verpassen.
    Auch wer durch keine Türe geht
    und keinen Schritt nach vorne tut,
    dem fallen Jahr für Jahr
    die Türen eine nach der anderen zu.
    Wer selber leben will, der muss entscheiden
    Ja oder Nein –
    im Großen und im Kleinen.
    Wer sich entscheidet, wertet, wählt,
    und das bedeutet auch: Verzicht.
    Denn jede Tür, durch die er geht,
    verschließt ihm viele andere.
    Man darf nicht mogeln und so tun,
    als könne man beweisen,
    was hinter jener Tür geschehen wird,
    ein jedes Ja-auch überdacht, geprüft –
    ist zugleich Wagnis
    und verlangt ein Ziel.
    Das aber ist die erste aller Fragen:
    Wie heißt das Ziel,
    an dem ich messe Ja oder Nein?
    Und: Wofür will ich leben?

    Gedicht von Paul Roth 1925

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