Räuchern zum Erntedank

1317850196-261Von Claudia Berardi. Um ein kleines oder großes Erntedankfest zu feiern, ist das Verräuchern von Kräutern und Harzen eine wundervolle Bereicherung. Unsere Ahnen verräucherten segnendes Räucherwerk zum Dank für eine reiche Ernte. Unabhängig davon ob wir einen eigenen Garten haben oder unser Gemüse auf dem Markt einkaufen, können wir auch heute noch zum Dank ein Räucherritual vollziehen. Dies kann im Kreis von Freunden beim Festschmaus geschehen oder in aller Stille für uns allein.

Das Räuchern mit (heimischen) Kräutern, Hölzern  und Harzen war in unserer Kultur lange Zeit in Vergessenheit geraten, erfährt aber in den letzten Jahren zu meiner großen Freude ein neu erwachendes Interesse. Durch Räucherungen können Stimmungen und die Atmosphäre von Räumen positiv verändert werden. So können sie beispielsweise der Entspannung dienen, Räume klären, beim Lernen unterstützend wirken oder in Zeiten der Mutlosigkeit innerlich aufrichten- es gibt eine schier unerschöpfliche Vielfalt von Möglichkeiten. Es lohnt sich genau hinzuschauen, woraus Räuchermischungen bestehen, denn nur wenn die Zutaten hochwertig sind, kann die erwünschte Wirkung einsetzen. Daher sollte man darauf achten,  nur naturreines Räucherwerk zu kaufen.

Eine schöne Variante ist es, Räucherwerk selbst herzustellen. Wer einen eigenen Garten hat kann zum Beispiel duftende Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Thymian nutzen.  Sie können einzeln oder gemischt mit anderen Kräutern  verräuchert werden- gekaufte oder selbst gesammelte Harze ergänzen die Mischungen  und erweitern das Duftspektrum. Im Herbst bietet es sich besonders an, zu räuchern: Wir verbringen wieder mehr Zeit im Haus und beim Schaffen einer behaglichen Atmosphäre kann Räucherwerk kleine Wunder bewirken. Schon allein der Duft von ein wenig Sandelholz oder Palo Santo gemischt mit etwas Lavendel und einigen Rosenblättern (vielleicht sogar aus dem eigenen Garten?) schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit, Gäste fühlen sich sofort willkommen. Passendes Räucherwerk dazu ist meine Mischung HERBSTZAUBER, ein warmer weicher Duft, der die Fülle des Herbstes erfahrbar macht und uns tief eintauchen lässt in unsere eigene Fülle. Die enthaltenen Blüten und heimischen Kräuter wie Beifuß, Kamille und Ringelblume erinnern leuchtend an den Sommer und gehen eine sanft duftende Verbindung mit Harzen und Hölzern ein.

Zur Person: Claudia Beradis Liebe zum Räucherwerk begann vor über 20 Jahren mit ein paar wohlriechenden Harzen, deren Namen sie damals nicht kannte. Ihr war sofort klar: dies ist besser als  Räucherstäbchen, die ihr allzu oft eher Kopfschmerzen als Genuss brachten. Sie wollte von da an nur noch 100% natürliches Räucherwerk nutzen und genau wissen, was sie da verglühen ließ. Also begann sie mit Kräutern, Hölzern und Harzen zu experimentieren, tauchte immer tiefer in ihre Wirkungen und Duftvariationen ein- gelenkt von der eigenen Nase und Intuition. Die Pflanzen wurden ihr immer vertrautere Begleiterinnen. Eine Ausbildung zur Kräuterkundigen rundete die Erkundungsreise ab und schenkte  Sicherheit, dass der intuitive Zugang zu den Pflanzen goldrichtig war und ist. Immer mehr Mischungen entstanden und drängten regelrecht nach außen. So wagte sie vor einigen Jahren den Schritt, einen kleinen Räucherwerkhandel zu eröffnen. Schwerpunkt sind Mischungen, die alle von Claudia  selbst ersonnen und in Handarbeit gefertigt sind. Hier gibt es nur pure Natur, denn mehr braucht es nicht für Genuss, Wirkung und wundervolle Düfte! Hier gehts zum Räuchershop.

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  • Evelin Rosenfeld

    Oh, wie schön, liebe Claudia !!! Bitte sieh doch mal bei http://www.wild-natural-spirit.org rein. Das wird Dir vermutlich sehr vertraut sein. Wir wünschen uns noch eine “Kräuterfrau” in Thüringen – vielleicht gibt es hier Berührungsmöglichkeiten. Ich würde mich freuen, wenn wir das mal besprächen. Herzlich, Evelin

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.”

Rilke

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