Rücklicht: R.I.P. dem Erfinder der Regenbogenfahne

Rücklicht: R.I.P. dem Erfinder der Regenbogenfahne

Die weltgrößte Regenbogenfahne beim Pride Fest in Key West: News Bureau

Von OTS. Die Key West-Community gedenkt Gilbert Baker, dem Schöpfer der ikonischen LGBT-Regenbogenfahne, der Anfang April in New York City verstorben ist. Der amerikanische Künstler entwarf die Regenbogenflagge 1978 für den Gay Freedom Day, Vorläufer des späteren Gay Prides. Seitdem gilt sie als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung und steht für Toleranz, Akzeptanz und die Vielfalt von Lebensformen.

Die Regenbogenfahne in Key West
Zum 25. Jahrestag des farbenfrohen Symbols war Baker auf der Suche nach einem Ort, der sich für die Jubiläumsfeierlichkeiten eignet. In Key West wurde der Künstler fündig. Das Motto der Stadt, „One Human Family“, verkörperte für ihn ebendie Akzeptanz und Gemeinschaft, die er sich für die schwul-lesbische Bewegung wünschte. Anlässlich des Key West Pride Fest am 15. Juni 2003 wurde die weltweit größte Regenbogenfahne erstmals entfaltet. Baker hatte über Monate mit vielen Helfern an der riesigen Stoffbahn genäht, die am Ende eine Breite von fünf Metern und eine Länge von zwei Kilometern hatte und drei Tonnen wog. Getragen von 3.000 freiwilligen Helfern, Schwulen, Lesben, Transgendern, Bi- und Heterosexuellen, reichte die Regenbogenfahne vom Golf von Mexiko über die gesamte Duval Street bis zum Atlantischen Ozean. Für Baker ging an diesem Tag ein Traum in Erfüllung. „Die Regenbogenfahne symbolisiert die Idee von Gleichheit und Gerechtigkeit für alle. Ein großer und wichtiger Moment in der Geschichte der LGBT-Bewegung.“

Hintergrund von der newslichter-Redaktion:
Der Künstler Gilbert Baker hat sich wohl von Judy Garlands Song „Over the Rainbow“ zu der Fahne inspirieren lassen. Rot steht für die das Leben und die Liebe, Orange für Heilung, Gelb für das Sonnenlicht, Grün für Natur, Königsblau für Harmonie, Violett für den Geist – und alle Macht der Vielfalt.

Das ursprünglich auch vorgesehene PINK für Sexualität und TÜRKIS für Kunst musste aus damaligen Produktionsengpässen wegfallen.

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