Liebe frei fließen lassen

Mala von Gaby Metz/Foto: Katharina Sebert


Von Katharina Sebert. Seit Monaten reite ich eine Welle der Glückseligkeit. Ich bin glücklich wie nie zuvor und dankbar wie nie zuvor. Beides hängt zusammen, denn Dankbarkeit macht glücklich.

Mir wurde in meiner Seligkeit bewusst, was meine Glücksforschung bisher nicht beinhaltet hatte, und eines der tragenden Wurzelelemente zu sein scheint. Ich wurde in den letzten Jahren umso glücklicher, je mehr ich meine Liebe frei fließen ließ. Sie zum Ausdruck brachte, gleichgültig, ob sie erwidert oder beantwortet wurde, oder nicht. Und egal, ob sie Konventionen entsprach oder sie auf den Kopf stellte.

Liebe frei fließen zu lassen, ist eine Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen hat.

Liebe wählen
Liebe zu wählen hört sich einfach an. Manchmal ist es auch tatsächlich eine leichte Entscheidung. In anderen Momenten jedoch braucht es Mut, Vertrauen, eine große Vision, tiefes Wurzeln in Vertrauen und vor allem und immer: Selbstliebe.

Begonnen hat meine Reise der frei fließenden Liebe vor vielen Jahren mit einem Mann, in den ich mich verliebt hatte. Ich wäre mit ihm ans Ende der Welt gegangen. Er mit mir nicht einmal einen Schritt. Aus alter Gewohnheit wollte ich mir die Liebe zu ihm aus den Knochen schneiden, als meine innere Lehrerin mir riet, den Raum der Liebe in mir offen zu halten und zu bewohnen, den meine Zuneigung zu diesem Mann geöffnet hatte. Es war mein Raum. Und meine Liebe. Sie frei fließen zu lassen. Zu ihm, zu mir und in die Welt. Unabhängig und frei davon, ob die Liebe beantwortet werden würde. Sie wird es. Immer.

Wir sind in guten Händen. Alles ist gut.
Der gesamte Kosmos reflektiert Liebe zurück, wenn sie fließt. Etwas weitet sich in uns. Wie immer, wenn wir uns für Verbindung entscheiden, anstatt für Trennung. Liebe ist die Wahrheit und das Zentrum von allem. Je weiter wir die Räume der Liebe in uns öffnen, umso heimischer, vertrauter und angekommener fühlen wir uns im Leben und Universum. Wir sind in guten Händen. Alles ist gut. Es macht Sinn, der Liebe den weiten Freiraum zu geben, den sie braucht. Sie gedeiht nur in Freiheit, Freiwilligkeit und Offenheit. Nur dort. Das ist ihr heiliger Boden.

Deshalb nährt sie uns, auch wenn sie nicht von anderen beantwortet wird. Lieben macht glücklich. Es öffnet neue Horizonte für uns und unser Leben. Es ermöglicht uns die Flughöhe, die wir brauchen, um uns, andere und das Leben in der weiten Perspektive der Wahrheit zu sehen.

Frei fließende Liebe wächst im Licht von Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit und Verletzlichkeit. Ihr Mutterboden nährt sich in Hingabe und Vertrauen. Liebe frei fließen zu lassen, bedeutet immer wieder, unbekanntes Terrain zu betreten und alte Muster, Themen und Traumatisierungen über Bord zu werfen, indem wir heilen, was den freien Fluss behindert. Mutig neue Kontinente zu erforschen und aufrecht in der Liebe zu stehen und immer wieder in sie zurückzukehren, wenn die Angst ihre Fahnen schwingt. Was könnten die anderen denken? Überflute ich andere mit meiner Liebe? Bin ich zu viel? Ist es zu viel? Darf ich das? Macht man das? Darf ich glücklich sein? Bin ich das wert? Steht mir das zu?

Liebe ist frei.
Nur dann kann sie fließen, wie sie will. Sie schert sich nicht um Normen, Moral und Nachbarn. Sie blickt einzig auf das, was dem Leben und dem Wohl aller dient. Und das unterscheidet sich oft von dem, was wir meinen, was das Beste für alle sei. Sie fließt immer in Einklang mit dem gesamten Kosmos. Unsere innerlich oft stark denaturierte und durch Konditionierung und Erziehung eng zubetonierte Seelen- und Herzenslandschaft wird durch sie wieder renaturiert, wild, ursprünglich und heilig. Eine Wiederheiligung findet statt und das Leben wird wieder eine Zeremonie.

Das macht uns glücklich und selig – glückselig.
Lebendig, mutig, vertrauensvoll, stark und frei.
Daran erkennen wir ihren freien Fluss.
Er ist heilsame Medizin für alle Wesen.
Auf diese Weise lieben wir die Welt in ihre Wahrheit zurück.
Perle für Perle entsteht eine Gebetskette der Liebe. Für uns und alle Wesen.

PS: Meine wunderschöne Mala wurde für mich von Gaby Metz geknüpft www.malawelt.de

Foto: Katharina Sebert

Zur Person: Katharina Sebert ist Heilpraktikerin, Wegbegleiterin, Lehrerin, Autorin, Heilungs- und Friedensaktivistin, Lebens-, Liebes-, Glücksforscherin und allzeit Lernende bei www.in-guten-Haenden.com. Sie bietet Heilungs- und ErmächtigungsKreise, -Seminare und -Ausbildungen für Mädchen und Frauen an, und versendet monatlich einen kostenlosen Inselbrief, den man auf ihrer Webseite abonnieren kann. Sie hat die Urmutter-Methode® entwickelt, eine Tiefenheilungsmethode zur Erlösung unbewusster Lebens- und Glaubensmuster, und begleitet Menschen auf ihrem Heilungs-, Erinnerungs-, Bewusstseins- und Medizinpfad.

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7 Kommentare zu “Liebe frei fließen lassen
  1. Johannes sagt:

    Danke für diese wundervolle Erinnerung

  2. Danke liebe Katharina, du hast so gut auf den Punkt gebracht! Ich denke das Hauptproblem mit der Liebe – ist immer wieder und wieder die Verwechslung. Die Verwechslung damit, etwas haben zu wollen, etwas zu brauchen, etwas besitzen zu wollen. Gerade in der Liebe zwischen Mann und Frau, wird das sehr deutlich. Doch Liebe braucht nichts, sie ist sich selbst genug und beglückend für das Herz, welches liebt.
    Ein Herz was aber hungrig ist, sich im Mangel fühlt und nichts zu geben hat, sondern HABEN will – ist höchst erfreut, wenn das Begehrte auftaucht. Dann schöpft es Hoffnung endlich, endlich erfüllt zu sein… Diese Freude, dieses Verliebtsein – wird dann fälschlich als Liebe empfunden.

    • Liebe Grit, ja!, wenn Liebe aus der Quelle in uns fließt, dann ist sie beglückend, erfüllend, nährend, heilsam, wundervoll und sich selbst in ihrem Sein vollkommen genug, zufrieden, glücklich und genährt. Dann können wir einander wirklich sehen, begegnen, verbinden und in der Anbindung an die Quelle immer noch weiter vertiefend wurzeln. Deshalb will Liebe fließen, sich verströmen, weiten und sich immer weiter dehnen. Sie ist unendlich wie der Kosmos selbst und die Räume der Liebe, die hinter jenen liegen, die wir bereits zuließen, zu öffnen, sind unendlich viele. Wenn wir uns dort begegnen, ob von Mensch zu Mensch oder dem Kosmos, Großmutter Erde, unseren Tier- oder Pflanzengeschwistern, dann weben sich Friede und Wahrheit durch alles, was ist. Ich umarme dich von Herzen und danke für dein Sein und Wirken!

  3. Liebe Katharina,
    zuerst verbeuge ich mich tief vor Dir und ehre Dich somit als die Frau die Liebe ausstrahlt. Es ist gut, wenn es mir immer wieder erneut gesagt wird, ich es über Deine Worte fühlen kann, die Liebe, die uns alle verbindet, der ich mich hingeben und öffnen will … jeden Tag bewusst und aufs Neue. Lass uns Liebe weiter verbreiten … Danke… schön das es dich gibt.

    • Lieber Gerd, ich danke dir für die Liebe, die du lebst und in dir immer noch tiefer öffnest. Seit ich dich kennenlernen durfte, bin ich Zeugin deines Weges der Liebe und verneige mich vor der immer noch tieferen Herzöffnung, der du dich hingibst, vor der Liebe, die du lebst und in anderen berührst und erinnerst, und vor der Tiefe und Schönheit, die darin liegt. Danke von ganzem Herzen!

  4. Ja, genau so ist es! Mir geht es ähnlich wie Dir. Seit meine wunderschöne Tochter in den Bergen mit ihrem Mann und einem Kletterfreund tödlich verunglückten, ist in mir eine nie zuvor gespürte Liebes-Welle, Liebes-Wolke, die mich mit so zarter und tiefer Dankbarkeit und Zuversicht erfüllt, weil ja nichts von uns getrennt ist. Das, was ich Einheitsbewusstsein nenne, kam jetzt durch diesen irdischen Tod komplett neu in mein Leben. Und zwar spürbar. So spürbar, dass meine Tränen viel öfter aus diesem Gefühl eines gnadenvollen Gottesbewusstseins, das ich bedingungslose Liebe nenne, herrühren, als von einem irdischen Verlustschmerz. Wir alle existieren in Verbundenheit: die Bäume, die Berge, die Menschen, die Delphine, die Sterne, egal wie weit entfernt sie uns erscheinen. Alles ist miteinander verknüpft. Selbst der zarteste Schmetterling ist mit dem entferntesten Stern verbunden und genau so wichtig wie die größte Sonne.

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