Das Ende der Ära der Überlebensstrategien

Das Ende der Ära der Überlebensstrategien

Foto: NASA

Unsere Seelenbewegungen
 im Feld der Akasha-Chronik
 Teil 2

 von Ortlieb Schrade. Auch wenn sicherlich noch zahllose Menschen, zum Teil sogar um das nackte Überleben zu kämpfen haben, geht grundsätzlich das Thema eines von Überlebensstrategien geprägten Lebens zu Neige. Wir sind auf dem Weg vom Überleben zum Leben, zum Sein. Folgendes, im ersten Teil angekündigtes Beispiel, folgt diesem Weg und hat eine Entwicklung über mehrere parallele und zugleich verschieden lange Zeitzyklen hinter sich.

Bevor ich nun mit diesem Beispiel beginne, brauchen wir eine aktive Wahrnehmung für die Existenz paralleler Wirklichkeitsebenen. Wir brauchen ein Bewusstsein darüber, dass wir als multidimensionale Wesen sozusagen auf mehreren Wirklichkeitsebenen zugleich „unterwegs“ sind und auch darüber, dass uns dies häufig gar nicht bewusst ist. Oberflächlich betrachtet mögen die Wege dieser verschiedenen Wirklichkeitsebenen im Widerspruch zueinander stehen. Wenn wir nun, anstatt vertrauensvoll diese Wege sich einfach parallel entwickeln zu lassen, versuchen diese in alter Gewohnheit in nur eine Wirklichkeitsebene „hineinzustopfen“, gibt es eine Art Kurzschluss. Afrika zum Beispiel hat ein sehr großes Herz. Bereits jetzt könnten wir widersprechen, eingedenk aller Gräueltaten, die selbst Afrikaner an Afrikanern ausüben.

Dieses Afrika hat zwei große Seelen mit sehr großen Herzen hervorgebracht: Miriam Makeba, „Mama Afrika“ und Nelson Mandela. Nelson Mandela hat als Junge seine Klassenkameraden verprügelt, später zunächst einen militanten Widerstand gegen die Apartheid-Politik vertreten und dann, nach 27 Jahren Haft, ein vollendender Zyklus (2 +7 ergibt in der Quersumme 9, die Zahl für Vollendung), befand sich Nelson Mandela bewusst und entschieden auf der Ebene aktiven Mitgefühls. Gewählt als erster schwarzer Präsident von Südafrika, war er in der Lage, nach unzähligen Gesprächen mit dem bisherigen weißen Präsidenten Frederik Willem de Klerk, mit ihm gemeinsam den Grundstein für das Ende der Rassentrennung zu legen. Er verhandelte sozusagen „mit seinem ärgsten Feind“.

Er handelte auf einer anderen Wirklichkeitsebene, auf der Ebene eines weitaus längeren Zyklus, auf der Ebene eines großen Herzens für seine Mitschwestern und -brüder. Nelson Mandela sagte einmal ausdrücklich, dass er dabei nicht „seinem Bauch“ folgen, keine emotionalen Kurzschlussreaktionen zulassen durfte. Er folgte stattdessen seinem klaren Kopf, geboren aus einem geklärten Herzen, folgte seinem aktiven Mitgefühl, auch für de Klerk.

Diese Vorgeschichte möge zum tieferen Verständnis der jetzt folgenden Geschichte dienen.

Es geht um die Heilung der Beziehung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen. Bewusst schreibe ich nicht von Männern und Frauen, denn das Männliche und Weibliche ist beides, Männern wie Frauen, zu eigen und beides, das Männliche wie das Weibliche, hat sich seiner eigentlichen Wesenhaftigkeit entfremdet. Hier jetzt geht es um die Heilung des Weiblichen auf einer tiefen Ebene, was damit zugleich heilend auf das Männliche in uns wirkt.

Insbesondere in Europa blicken wir auf eine Ära unendlich vieler Kriege zurück, es reicht dazu den Dreißigjährigen Krieg und den ersten und zweiten Weltkrieg zu nennen. Unzählige Männer und Söhne sind gefallen, Frauen und Kinder wurden ermordet und missbraucht. Und es war eine Zeit vieler Fehl- und Todgeburten. Auch ist es noch gar nicht so lange her, da hatten Frauen, ohne an der Seite eines Mannes zu stehen, sozusagen keine Existenzberechtigung. Das soll als Beispiele dafür reichen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in unserer gemeinsamen Vergangenheit, das weibliche Bewusstsein regelrecht kollabierte. Es konnte dies alles einfach nicht mehr ertragen. Das ist eine Wirklichkeitsebene mit einem sehr langen Zyklus, durchzogen von unzähligen kleineren Zyklen persönlicher Schicksale. Dieses Kollabieren war so umfassend, dass es wie kein Gefäß mehr dafür gab, weder ein psychisches noch ein physisches, welches diesen Umstand in nochmals weiter ausgebreitete Arme hätte schließen und tragen können. Doch zum Weilblichen gehört das Bewusstsein, dass alles seinen Raum braucht, einen Raum in welchem Leben entstehen, alles wachsen und gedeihen kann. Dieser Raum wurde zutiefst verletzt.

Jetzt ist es ja nicht so, dass es diesen Raum nicht gegeben hätte, ein Raum der selbst das Unfassbare fassen, der der Fassungslosigkeit Halt geben kann. Es ist der Raum der universellen Liebe. Doch dieser Raum war zu jenen Zeiten nicht ausreichend spürbar und so gab es auf der ganz menschlichen Wirklichkeitsebene gar keinen erfühlbaren Raum mehr, diesen Kollaps, die Fassungs- und Bodenlosigkeit ins Bewusstsein zu holen und in sich spüren zu können. Auf einer anderen (höheren) Wirklichkeitsebene wurde dieses Geschehen jedoch sehr wohl bewusst und dass weibliche Bewusstsein hat daraufhin auf dieser Ebene sofort „die Reißleine gezogen“ und damit, wiederum auf der ganz menschlichen Ebene, unmittelbar sein Bestes gegeben. Es liegt ja im Wesen des Weiblichen, dass das Leben weiter geht und es hat sofort vielfältige Überlebensstrategien und Kontrollmechanismen entwickelt, um dieser Situation Herr zu werden. So ging das Leben dann weiter, bis hin zu dem, was wir die Emanzipation der Frau nennen. Das Erfreuliche an der Emanzipation ist eine Wirklichkeitsebene, doch eine weitere hat einen Haken. Auf dieser Ebene ist die Emanzipation auf Überlebensstrategien und Kontrollmechanismen aufgebaut. Auch wenn das auf dieser Ebene völlig stimmig ist, denn es ist die logische Konsequenz auf die Geschichte des eigentlichen Kollapses, diese Ebene hat ihren Preis.

Nun bedeutet dieses nicht, dass wir, Frauen wie Männer, uns dieses Umstandes auf keiner Wirklichkeitsebene bewusst wären. In diesen Tagen wachsen wir in die uns eigene Multidimensionalität hinein und das bedeutet, dass wir uns auf einer höheren Wirklichkeitsebene sehr wohl der Tragweite dieses Zeitgeschehens bewusst sind. Dort sind wir mit einer Seelenstärke verbunden, die dieses Geschehen im Gesamten verstehen, umfassen und damit auch in Frieden sein kann, denn es gehört als Teilabschnitt zur Bewusstwerdung des Menschen überhaupt. Unser Bewusstsein umfasst dabei einen nochmals größeren Zyklus. Zur „damaligen Zeit“, bzw. „bisher“, konnte uns das nicht bewusst werden, es wäre uns nach wie vor „zu viel“ gewesen. Heute können wir es tragen, der Boden dafür ist geschaffen, es möchte ans Licht.

Ich höre die Stimmen, welche mich fragen, was die Beschäftigung mit diesem „alten“ Thema soll, wo wir doch gerade jetzt in 2018 der Blick nach vorne richten und es angesagt ist, Altes endgültig hinter uns zu lassen – und dem stimme ich zu.

Doch für mich bedeutet es, dass gegenwärtig eine tragende Ebene im Bewusstsein entsteht, auf welcher Frauen wie Männer in der Lage sind, dieses Zeitgeschehen nicht nur im Kopf, sondern auch im aktivem Mitgefühl anzunehmen und in die Arme zu schließen. Zumindest Schritt für Schritt, bedeutet es heute in der Lage zu sein, dieses Zeitgeschehen als Bewusstwerdungsprozess, nicht nur im Herzen zu spüren, sondern auch weiter unten, „auf dem Boden der Tatsachen“, auf dem Boden unseres Beckens und tiefer noch, in unseren Füßen und noch weiter hinunter, bis in die Erde. Auch unsere Erde hat all dies mitgetragen und geduldig darauf gewartet, bis wir so weit sind, dieses Kapitel unserer Menschwerdung wirklich anzunehmen und gemeinsam mit ihr zu integrieren.

Nelson Mandela war 27 Jahre im Gefängnis und Miriam Makeba 30 Jahre im Exil. Beide ungefähr zur gleichen Zeit getrennt von all den Lieben, welche ihnen am Herzen lagen. Scheinbar paradoxerweise hat gerade diese Trennung das Bewusstsein aktiviert, dass ihnen eine Wirklichkeits- eine Seelenebene zu eigen ist, welche von aktivem Mitgefühl getragen ist, auch für diejenigen, welche sie bekämpften und isolierten. Daraus ging ein Nelson Mandela hervor, der, zum Präsidenten geworden, in die Townships ging, hinein in die Wellblechhütten und sich auf einer umgedrehten Apfelsinenkiste sitzend, die Sorgen seiner Mitschwestern und -brüder anhörte. Daraus ging eine Miriam Makeba hervor, welche mit dem Beinahmen „Mama Afrika“ gewürdigt wurde, auf die sich alle jüngeren Sängerinnen Afrikas beziehen und die immer für alle etwas zu Essen hatte. Zwei große Herzens Afrikas und darüber hinaus für die ganze Erde.

Beide hatten erkannt, dass ihre Akasha-Chronik weit mehr umfasst als ihr persönliches Leben, beide sind durch alle menschlichen Zweifel hindurch dem Vertrauens gefolgt, dass das weibliche Bewusstsein aus seinem Kollaps wieder auferstehen wird. Sie haben ihre Akasha-Chronik, in der Erkenntnis übergreifender, von Liebe und Mitgefühl getragener Bewusstwerdungszyklen, von den wesentlichsten Konflikten gereinigt.

Wie wäre es, vor den Spiegel zu stehen, dir in die Augen zu schauen und zu sagen: „Mein Herz ist weitaus größer als ich meine.“ Und, um die ganze Sache rund zu machen: „Ich erlaube mir die Bewusstwerdung meiner vielschichtigen Überlebens- und Kontrollmechanismen. Ich schließe mit ihnen Frieden. Sie bilden nicht mehr maßgeblich meine Identität. Ich lasse sie los und bewege mich ins Sein.“

Liebe und Mitgefühl begleiten und unterstützen uns,
Ortlieb
Im August 2018

Siehe auch den newslichterartikel vom 25. April dieses Jahres.



Das Ende der Ära der ÜberlebensstrategienEine nächste Ausbildungs-Sequenz zum Akasha-Chronik-Consultant beginnt am 15. & 16. September 2018 in Landschlacht am Bodensee, Schweiz, unweit von Konstanz und läuft über 3 Wochenendseminare.
Mehr dazu erfährst du auf meiner Webseite.
Über mich: Seit 1982 arbeite ich mit Leib und Seele als spiritueller Lehrer und Psychotherapeut mit holistischem Ansatz. Für mich bedeutet das, den Menschen als ganzes und unteilbares Wesen wahrzunehmen und alle das menschliche Wesen betreffenden Aspekte in einem lebendigen Zusammenhang zu sehen. Meinen Zugang zur Akasha-Chronik habe ich bereits „in dieses Leben mitgebracht“. In meinem beruflichen Werdegang, als meine Aufgabe als MerKaBa-Lehrer dazukam, machte ich die erfreuliche Erfahrung, wie ungemein förderlich ein aktiviertes MerKaBa-Feld für eine lebendige Verbindung zur Akasha-Chronik ist. Mit meiner Ausbildung zum Akashic Record Consultant bei Gabrielle Orr habe ich ergänzend eine sehr sinnvolle Form für die Verbindung zur Akasha-Chronik erhalten.

Unsere Seelenbewegungen
 im Feld der Akasha-Chronik


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2 Kommentare zu “Das Ende der Ära der Überlebensstrategien
  1. andrea sagt:

    vielen dank für diesen text. ich fühle mich sehr angesprochen und gut aufgehoben damit. zur verdeutlichung hinsichtlich der überlebenstrategien/emanzipation von frauen empfehle ich die fernsehserie kudamm 56 und 59. dort wird dies sehr deutlich gemacht und das in einer so liebe- und verständnisvollen form, die es einem ermöglicht, alle charaktere ins -auch dadurch geklärte- herz zu schliessen.

  2. Naras. sagt:

    Danke Ortlieb, Deine Worte verstehe Ich. So fühle&denke Ich auch. Mensch Erde war X 1 FrauenPlanet. Bis die Männer kamen. WIR haben von Einander gelernt. Persönlich habe Ich in Amsterdam die Anfänge der Frauen- und MännerBewegung mit-erlebt&-gestaltet. Jetzt ist, wie Du schreibst, die Zeit des Friedens da: die Harmonie des Männ-&Weibliche in Uns/Mir. Dann ist FRIEDEN. In Mir und um Mich herum. Spannend was Du schreibst über die AkashaChronik. Darin kenne Ich Mich noch nicht so gut aus, aber es erscheint immer mehr in Meinem Leben. Danke fürs Teilen. <3 <3

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