Farben sind Licht – und Licht ist Leben

Farben sind Licht - und Licht ist Leben

Foto: Erika Schneider

Von Erika Schneider. Farben beeinflussen uns tagtäglich zum Positiven. Wir alle empfinden eine Welt ohne Farben trostlos, leer und nicht lebenswert. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass Menschen, die in grauen Betonwüsten, den sogenannten Plattenbauten leben müssen, grossen psychischen Schaden nehmen.

Sie werden depressiv und aggressiv. Frust macht sich breit und die Lebensfreude geht verloren. Das gleiche gilt für Ghettos in den Grosstäten. Würden mehr Farben an Hauswänden leuchten und würden mehr Grünflächen und Bäume erblühen, sähe alles viel lebensbejahender aus. Frust, Neid und Hass würden gemindert werden. Durch die Strahlkraft der Farben erscheint alles viel freundlicher.

Es sind die elektromagnetischen Schwingungen der Farben, die vom hellen Sonnenlicht aus gehen, die auf Körper, Seele und Geist wirken. Jede Farbe schwingt anders und hat somit ihre spezifischen Eigenschaften. In der Farbtherapie werden die Farben entsprechend den psychischen oder physischen Beschwerden eingesetzt.

Farbtherapie ist:

  • wenn ein Baby blau oder rosa trägt
  • wenn Du im grünen Wald spazieren gehst.
  • wenn Du eine rote Tomatensuppe isst
  • wenn Du einen orangen Pullover trägst
  • wenn Du eine rosarote Rose bewunderst
  • wenn Du deine Esszimmerwand grün streichst
  • wenn Du ein dossiertes Sonnenbad von 10-20 Min. nimmst
  • wenn gezielt ausgewähltes Farblicht auf die Haut oder in Deine Augen trifft

Am Anfang steht das Licht

Farben sind Licht - und Licht ist LebenLicht ist ein Baustein des Lebens, zusammen mit Wasser und Luft. Licht ist Vermittler der Lebensenergie und Informationsträger. Unsere Sonne, und jede Sonne im Universum strahlen unaufhörlich Wärme und Licht in Form von elektromagnetischen Wellen in einem breiten Spektrum ab. Die Strahlenkraft der Sonne ist für alle ökologischen, klimatischen, biologischen und chemischen Abläufe auf der Erde verantwortlich. Sie ist unerlässlich für die Zellkommunikation, die Energieversorgung und den Stoffwechsel aller Lebewesen.

Ohne Licht und damit gäbe es kein Wachstum!

Das Licht in unseren Zellen

1922 hat der russische Mediziner Professor Alexander Gurwitsch erstmals an Pflanzen die Zellstrahlung, das Licht in lebenden Zellen nachgewiesen. In den 1970er Jahren forschte der Biophysiker Professor Fritz A. Popp am Licht in unseren Zellen. Heute kann mit modernsten Restlichtverstärkern diese Zellstrahlung bewiesen werden. Für die Trillion Stoffwechselprozesse pro Sekunde in unseren Zellen kann allein Licht verantwortlich sein, nicht wie lange angenommen, chemisch gesteuert sein. Popp prägte für die Zellstrahlung den Begriff der Biophotonen. Photonen sind Lichtquanten, die physikalisch kleinsten Elemente des Lichts; Bio – weil sie ausgesprochen wichtige biologische Funktionen erfüllen und von lebenden Zellen abgegeben werden.

Wenn in jeder einzelnen lebenden Zelle Licht ist, dann ist da auch Farbe. Wenn das Licht in der Zelle erloschen ist, stirbt sie. Redewendungen wie: «das Lebenslicht ist erloschen» oder gar »jemandem das Licht ausblasen» bekommen dadurch ihren Sinn.

Farben sind Licht - und Licht ist Leben

Farblampenset

Jeder Mensch hat seinen uhreigenen «Farbenhaushalt». Eine ungesunde Lebensweise, negative Gedankenmuster, Stress, Bewegungsmangel, Elektrosmog u.ä. können diesen Farbenhaushalt empfindlich stören.

In der modernen Farbtherapie werden Körperzonen und/oder Reflexzonen durch eine Farblichtquelle bestrahlt. Die Farben dringen dabei bis in jede Körperzelle ein und laden diese wieder mit der entsprechenden Energie auf. Die Therapeutin entscheidet nach einer gewissenhaften Anamnese, welche Farben zum Einsatz kommen. Da die Ursachen für eine Krankheit oder ein Unwohlsein vielfältig sind, werden mehrere Farben pro Behandlung angewendet. Am wirkungsvollsten ist die Farbtherapie, wenn der Klient die Farben täglich, mittels einer Farbtherapielampe, zuhause anwendet. Farbtherapie ist eine wirkungsvolle, dabei gleichzeitig schmerz- und angstfreie Heilmethode.

Hintergrund: Die Geschichte der Farbtherapie

Die Farbtherapie ist eine der ältesten Behandlungsmethoden. Sie basierte ursprünglich auf der heilenden Wirkung des Sonnenlichts, das von vielen alten Kulturen zur Linderung der verschiedensten Beschwerden eingesetzt wurde. Die Ägypter bauten zu diesem Zweck Farbtempel mit sieben Räumen, die jeweils in einer anderen Farbe gehalten waren. Je nachdem, welche Farbe der Kranke benötigte, wurde er in einen dieser Räume gebracht, um dort ein heilsames Farbbad zu nehmen. Auch die alten Chinesen setzten Farben zu therapeutischen Zwecken ein. Sie bestrichen beispielsweise Darmkranke mit Gelb und liessen das Licht durch gelbe Vorhänge ins Zimmer dringen. Epileptiker setzten sie auf violette Teppiche und verhängten die Fenster mit violetten Schleiern. Scharlachkranke wickelten sie in rote Gewänder oder brachten sie in einen mit roten Tüchern ausgeschlagenen Raum.

„Natur und der Natur Gesetz waren in Nacht gehüllt;
Gott sprach: Es werde Newton! Und das All ward lichterfüllt.“
Alexander Pope

Sir Isaak Newton (1642-1726) war ein herausragendes Genie seiner Zeit. Am besten bekannt durch die Begründung des Gravitationsgesetzes. Er experimentierte aber auch mit Licht und Farben. Er liess weisses Licht, durch ein Prisma fliessen. Am Austrittspunkt teilte sich das Licht in die sieben Spektralfarben. Er bewies damit, dass im hellen Sonnenlicht alle Farben enthalten sind. Gleichzeitig erklärte er uns auch ein atemberaubendes Naturspektakel, den Regenbogen. In Millionen von Wassertropfen bricht sich das Licht und wir können nur staunend zusehen.

1810 erschien das Buch „Zur Farbenlehre“ von keinem geringeren als dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Er betrachtete dies als sein Lebenswerk und hielt es für noch bedeutungsvoller als seine literarischen Schriften. Goethe beschäftigte sich auch intensiv mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche. Er war einer der ersten, der die Farben in Grund- und Sekundärfarben einteilte, der warme und kalte Farben definierte.

Dr. med. Edwin Dwight Babbitt (1828-1905) war einer der ersten Farblicht-Therapeuten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er entwickelte eine Reihe von Gerätschaften, um Sonnenlicht in Farblicht zu verwandeln und publizierte 1878 das umfangreiche Werk „The Principles of Light and Color“. Die durch seine neue Behandlungsmethode erzielten Heilerfolge verliehen der Farbtherapie damals grosse Popularität und weckte ein breites Interesse in der Medizin.

Dinshah P. Ghadiali (1873-1966), ist schon in jungen Jahren mit den Möglichkeiten der Elektrizität in Kontakt gekommen. Er war allerdings nicht nur technisch hochbegabt, sondern auch auf dem Gebiet der Heilkunde tätig. Als Dinshah die schwer kranke Tochter eines Geschäftskollegen behandeln sollte, erinnerte er sich an die Arbeiten und Erfolge von Babbitt, der bei einer solchen Erkrankung zur Bestrahlung mit indigofarbenem Licht gegriffen hätte. Also besorgte sich Dinshah eine Kerosinlampe als Lichtquelle, vor die er eine indigofarbene Glasflasche befestigte. Damit bestrahlte er seine junge Patientin, die sich unter dieser Therapie zusehends erholte. Das war die Geburtsstunde der Spektro-Chrom-Therapie. Dieser Heilungserfolg ließ Dinshah nicht mehr ruhen, da er wissenschaftlich verstehen wollte, warum einfaches farbiges Licht einen solch durchschlagenden Erfolg zeigen kann. Also widmete er sich fortan der Entwicklung und Erforschung der Farblicht-Therapie, wobei ihm der wissenschaftliche Ansatz sehr wichtig war.

Professor Niels Ryberg Finsen (1860-1904) erhielt am 10. Dezember 1903 den Nobelpreis für Medizin, in Anerkennung seines Beitrags an der Behandlung von Krankheiten mit konzentrierter Lichtstrahlung. Mit seinen Forschungen setzte er die Grundlage für die Lichttherapie gegen Tuberkulose, die erfolgreich in den Alpen durchgeführt wurde. Gleichzeitig wies er nach, dass Farben eigenständige Kräfte sind und spezifische Farbschwingungen den menschlichen Körper wie auch die Psyche zu gewissen Reaktionen veranlassen.

Alexander Flemming (1881 – 1955) bemerkte zufällig am 28. September 1928 im Labor, wie Schimmelpilze der Gattung Penicillium, die in eine seiner Staphylokokken-Kulturen hineingeraten waren, eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien hatten. Weitere Untersuchungen führten später zum Antibiotikum Penicillin. Für die damalige Zeit war das zu Recht ein grosser Segen.

Farben heilen einfach

Leider wurden viele Naturheilverfahren, wie auch die Farblicht-Therapie verdrängt und sind in Vergessenheit geraten. Doch in den letzten 100 Jahren ist viel passiert. Auch wurde das Antibiotikum oft missbraucht dadurch fand es sich in unserer Nahrungskette wieder. Die schädlichen Viren und Bakterien werden immer resistenter gegen diese Medizin und der Heilungserfolg setzt aus.

Vielleicht ist jetzt die Zeit reif, um sich den Forschungen über Farben und Licht und deren Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele zu erinnern und im Gesundheitsbereich neu zu integrieren.
Die Zeichen stehen gut, denn immer mehr Menschen werden sich bewusst, wie wichtig Farben und Licht für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit sind und nutzen gezielt deren heilenden Kräfte.

Zur Person Erika Schneider, Dipl. Farb- und Seelen-Therapeutin, Seminarleiterin

Farben sind Licht - und Licht ist Leben

Foto: Erika Schneider

Mein Glück habe ich in Farben gefunden
. Die Farbtherapie habe ich nicht gesucht, sie hat mich gefunden. Seit ich erleben durfte, wie sich durch Farblicht mein Heuschnupfen lindern lies, und die Ursache dafür sich auch in meiner Seele fand, lebe ich Farben täglich. Schon während der mehrmonatigen Therapie keimte in mir der grosse Wunsch auf, meine lebensverändernden Erfahrungen im Umgang mit Farben und Farblicht anderen Menschen weiterzugeben. In der Ausbildung zur Dipl. Farbtherapeutin AGP und weiteren Seminaren, erlernte ich die professionelle Anwendung der Farben und des Farblichts.


In der medialen Lebens- und Seelenschule erfuhr ich viel über mich selbst, und lernte meiner Intuition zu vertrauen und meine geistigen Fähigkeiten zu nutzen.  Vermittelt wurde auch das mentale Arbeiten mit Farben und Energien. In diesen Lehrgängen waren die sieben Hauptchakren ein zentrales Element. Die Chakren-Harmonisierung gehört heute zu meinen regelmässigen Selbstanwendungen und ist für mich in der therapeutischen Begleitung massgeblich. Themen wie, gesunde Ernährung und qualitativ hochwertiges Wasser zu trinken, täglich Farben zu integrieren und meine innere Harmonie zu trainieren, sind ebenso feste Bestandteile meines Lebens geworden.

 Täglich darf ich mich über die Kraft der Farben und des Lichts freuen und erleben, was sie bewirken. Dafür bin ich sehr dankbar.

Meine ganze Leidenschaft gehört den Farben und ihrer Wirkungsweise auf Körper, Geist und Seele.

Hier mehr dazu auf meiner Webseite.

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