Seelenvögel

Der wichtigste Moment ist immer der Augenblick. Auch für die 15-jährige Pauline, den 10-jährigen Richard und den 6-jährigen Lenni bedeutet Leben etwas Besonderes. Sie sind an Leukämie erkrankt und müssen sich mit dem Tod auseinandersetzen. Pauline schreibt Gedichte, Richard weiß alles über seine Krankheit, und Lenni füllt mit seinem Charme mühelos einen Raum. In dem Film „Seelenvögel“ (am Mittwoch, den 21.11.um 24.00 Uhr im Ersten) wurden diese starken jungen Menschen drei Jahre mit ihren Plänen, Hoffnungen, Erfolgen und Niederlagen begleitet. Eine ungewöhnliche, filmische Annährung an eine unvorstellbare Situation, in der nicht die Krankheit im Vordergrund steht, sondern die Suche nach der Kraft und Energie des Lebens.

Filmemacher Thomas Riedelsheimer ist mit den Kindern und ihre Familiendurch Höhen und Tiefen, durch Zweifel und hoffnungsvolle Momente gegangen. Er sagt: „Vor einiger Zeit habe ich einen Abend mit einigen Ärztinnen und Pflegerinnen verbracht, die schwerkranke oder auch sterbende Kinder betreuen. Die Ausstrahlung dieser Frauen hat mich sehr beeindruckt und berührt. Etwas Kraftvolles lag darin, etwas Wesentliches, Essenzielles. So, als ob die todkranken Kinder, mit denen sie zu tun hatten, ihnen etwas da gelassen hätten. Diese Kraft wurde zu meinem Thema. Seelenvögel ist in jeder Hinsicht ein besonderer Film für mich.“

Die SZ schreibt: „Man erlebt sie, diese Kinder bei ihren Familien, allesamt wunderbare Menschen. Und man erfährt, was auch die ganz Alten, lebenssatten, nur ganz selten so hinbekommen wie diese, die so gern weiterleben möchten: Eine tiefe Erkenntnis über das Leben und den Tod, ein Wissen über die letzten Dinge.“

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Ein Kommentar zu “Seelenvögel
  1. cornelia mohrig sagt:

    Liebes Newslicht … danke für diesen Beitrag.. der Titel “ Seelenvögel “ ist berührend in seiner Bewegheit, Flüchtigkeit … mein Bruder Johannes Michael Mohrig lebte 27  Jahre und starb nach einen Autounfall in  Speyer 1978. Seitdem bin ich dankbar überhaupt einen Bruder gehabt zu haben , ich lebe fast täglich im Erinnern an ihn, ich träumte dieses Jahr von ihm und traf nun – überraschend, n evtl. logischerweise  Freunde von ihm .. nach Jahrzehnten, die sich mit mir an ihn erinnern und mit mir das heutige Leben teilen …
    Also, was ist mit den geliebten Gegangenen ? Sie teilten mit uns Lebenszeit ..  Dankbarkeit, Verlust,dennoch Nähe  … nach dieser Filmbegegnung bleiben auch diese jungen Menschen in meinem Sinn und in der Nächstenliebe.

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