Alles noch da, aber nichts wie es war

Foto: Monika Kirschke

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Einen sehr berührenden Nachruf hat die Journalistin Ute Woltron für den Dokumentarfilmer Michael Glawogger geschrieben: „Keiner ist unersetzlich, sagt man in unserer zivilisationshastenden Zeit. Ja, freilich. Stimmt auch. Jederzeit kann man eine Lücke in einer Organisation stopfen mit Menschen, die gut funktionieren, vielleicht besser als der oder diejenigen, die von ihnen ersetzt werden. Doch die Wenigen, die einem jenseits dieser glatten Kühle Freund sind, hinterlassen eine schrecklich leere Stelle im Herzen, wenn sie gehen.

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Für seine Filme über Arbeit und Ausbeutung in der globalisierten Welt wurde Michael Glawogger viel gelobt. Der Österreicher gehörte zu den bekanntesten Dokumentarfilmern im deutschsprachigen Raum. Vor wenigen Tagen ist er überraschend während Dreharbeiten zu seinem neusten Film in Afrika an Malaria gestorben.

Zu seinem früheren Film „Whores‘ Glory“ über die Arbeitsbedingungen von Prostituierten in Bangladesch, Mexiko und Thailand sagte er: „Ich brauche nicht zu bewerten, um Stellung zu beziehen. Ich muss nur das zeigen, was ich sehe. Ich glaube, ein Film, der sich vornimmt, allen Zwischentönen eines Themas zu folgen, hat keine Zeit für die Einteilung in Gut und Böse, weil die ja auch nichts bringt.“

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