Bettinas Lichtblicke: Warum ich nicht (nur) für Regen bete

Die Feuer in Die Situation in Australien bewegt viele Menschen und auch ich habe mich den Gebeten angeschlossen, aber ich bitte nicht expliziet um Regen. Denn ich befürchte, dass wenn es regnet, die wirklich wichtigen Maßnahmen von einer ignoranten Regierung nicht eingeleitet werden. Und auch wir einfach wieder zu gewohnten Tagesordnung zurückkehren.

So bete ich um Schutz für alle Wesen und für das Beste für Land und Lebewesen, wobei ich nicht weiß, was das genau ist.

Vielleicht es es Regen, vielleicht aber wirkt langfristig und nachhaltig etwas anderes. Ja und ich weiss, dass wir sicher nicht nur beten müssen, sondern wir alle, überall unser Verhalten und unser Bewusstsein radikal verändern dürfen.

Natürliches Feuer und eine neue Feuerwehr

Einleuchtend fand ich in diesem Zusammenhang wie es ein australischer Leiter eines Feuermuseums schon vor Jahren gegenüber dem “Spiegel” ausdrückte: “Der Umgang der Weißen mit dem australischen Feuer ist eine 200 Jahre lange Geschichte der Arroganz. Es wird ausschließlich als Bedrohung erlebt.”

Ein Kommentar in spektrum.de erklärt es so: Bevor die europäischen Siedler begannen, Feuer als Feind zu betrachten und es zu bekämpfen, brannte es regelmäßig im australischen Busch. Die australischen Aborigines nutzten das Feuer zudem in ihrem Sinn, etwa für die Jagd. Dadurch entstand ein kleinräumiges Muster unterschiedlicher Vegetationsstadien, was Brände natürlich eindämmt. Zudem sammelte sich weniger Brennmaterial in den Wäldern an, weil es schneller abbrannte. Jahrzehntelange Feuerbekämpfung hingegen sorgte dafür, dass sich die Menge an brennbarem Totholz und Laub – der so genannte Fuel Load – dramatisch vergrößert hat. Wenn es heute brennt, dann dank des zusätzlichen Materials und der einheitlicheren Altersstruktur auch intensiver und ausgedehnter.

Wie der natürliche Feuerschutz der indigenen Völker lange erfolgreich wirkte ist hier nachzulesen

Das gesamte Ökosystem darf betrachtet und geschützt werden. Und das nicht nur zu Feuerszeiten, sondern jeden Tag. So fordert z.B. Victor Steffensen neue “Feuerwehrleute”, die sich der Bewirtschaftung von Land durch traditionelle Verbrennungstechniken widmen.

Und macht am Ende seiner Analyse Mut: “For those who have gone through a trauma through these fires, it is very sensitive. I want to really acknowledge that. But at the end of the day I don’t see fear — I see an opportunity.” Hier mehr bei abc.

Ende der Ignoranz und neue Wege?

Dazu gibt das Feuer noch einen anderen Hinweis w.g. Klimaschutz. Nutzt doch die Sonne als Energieleferant und eröffnet nicht neue Kohleminen und Kraftwerke. Doch die Regierung um den Ministerpräsidenten Scott Morrison fördert den Klimawandel national wie international. Das Land hat pro Kopf einen der höchsten Werte für Kohlendioxidemissionen und gehört zu den größten Kohleexporteuren weltweit.

Noch – denn wer weiss, wie lange sich eine so ignorante Regierung noch an der Macht halten kann….

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4 Kommentare zu “Bettinas Lichtblicke: Warum ich nicht (nur) für Regen bete
  1. Avatar Monja Kogler sagt:

    Danke für die Zeilen.
    Besonders hat mich angesprochen, dass wir unser Bewußtsein verändern dürfen, jeder
    einzelne Mensch von uns. Ist nicht auch jeden Menschen dafür verantwortlich, dass es diese Formen von Regierungen gibt, wie innen so außen.
    Schaut man an die Wurzel all der Lieblosigkeiten auf der Welt, kommen diese alleine
    aus einer geglaubten Persönlichkeit, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Wird diese immer mehr durchschaut, bleibt am Ende unsere wahre Natur übrig, die Frieden, Freiheit, Wahrheit und bedingungslose Liebe ist.
    Das wünsche ich allen Wesen dieser Erde.
    Monja

  2. Avatar Saran Lauwers sagt:

    Dies ist keine positive Nachricht liebe Bettina&Team. Immer noch suchen die alte Medien nach Katastrophen. Warum nicht endlich unsere volle Energie auf all das Positive richten, das auch da ist?! Eine Meditation habe ich mitgemacht und gesehen, wie das Feuer gelöscht wurde. Ansonsten beschäftige ich mit positiven Nachrichten. Ich dachte: ihr auch!?

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